29.06.2006
X-Files – 1×07 – Ghost In The Machine
Angenommen aus Windows, wäre weder ein albernes Spiel- oder Möchtegern-Betriebsystem geworden, sondern es wäre für die Betreuung eines Wolkenkratzers programmiert worden, dann würde es wahrscheinlich auch nicht Windows, sondern COS (Central Operating System) heißen.
Der CEO von Eurisko beschließt eines Tages COS plattzumachen, weil es zuviel Geld kostet, aber kein Geld einbringt. Man muß natürlich auch an die Anteilseigener denken. Dem COS gefällt das garnicht und bringt den CEO einfach mal so um. Das hat den Vorteil, daß ich den CEO ab jetzt einfach Opfer nennen kann und damit ist COS das einzige 3-Buchstaben-Kürzel, was ich ab jetzt im Text verwende.
Ein ehemaliger Partner von Mulder trägt den Fall an das Team ran. Das Opfer wurde durch einen Stromschlag getötet und man kann sich darauf keinen Reim machen. Der erste Hauptverdächtige ist natürlich der Erfinder von COS. Er verliert sozusagen sein Baby. Der ehemalige Partner hat leicht unterschiedliche Vorstellungen vom gemeinsamen Arbeiten. Das beinhaltet, daß er sich zum Beispiel in das Büro von Mulder schleicht und sein Täterprofil klaut. SOWAS MACHT MAN ABER NICHT!
Anything’s possible
In dieser Folge wird mal wieder der allumfassende Rechner demonstriert. Die Maschine, die alles kann. Sie hat also nicht nur Kontrolle über das Gebäude, sondern kann den Bericht, den Scully schreibt, abhören. Das ist natürlich ziemlicher Blödsinn (von der technischen Seite aus gesehen). Insofern habe ich ein paar Vorurteile was die Folge angeht, aber das soll mal keinen stören.
Zwei Dinge an dieser Folge möchte ich rausstellen: Die Idee, daß ein hochkompliziertes technisches System irgendwann den Sprung über die Intelligenzgrenze schafft finde ich sehr fazinierend. Man versucht zwar Intelligenzen auf verschiedene Arten zu bekommen, aber manchmal wird Intelligenz oft mit schierer Rechnerleistung verwechselt oder auch mit einer umfangreichen Datenbasis und dazugehörigen Verknüpfungsregeln. Manchmal versucht man auch einfach die Biologie zu simulieren.
Aber alles das hat nichts geholfen, Computer sind dumm wie Bohnenstroh. Computer wissen nichts, sie können Daten organisieren und das auch nur nach vorgegeben Mustern. Mehr können sie nicht.
Das andere fazinierende ist der Heimarbeitsplatz vom Wilczek. Er hat einen sehr schönen Arbeitsplatz umgegeben von Wasser. Wenn einem also mal das Joypad unglücklich hinfällt, ist es naß. Aber das verzeihe ich dem Designer, gehe zum Designerschrank meiner Designerwohnung und hole mir ein neues Designer-Gamepad raus.
Deep Throat wird dieses Mal auch wieder bemüht und muß ein paar geheime Informationen preisgeben. Wirklich spannendes ist da aber diesmal nicht dabei. Sehr schön fand ich auch wieder das Ende, was einem wieder das Gefühl gibt, daß die Folge noch ein bißchen weitergeht.
Schlagwörter:Deep-Throat, Guckbar, X-Files
Starkiller said, [Offical comment]
Juli 2, 2006 at 08:13
Eine wirklich gut gemachte Folge, keine Frage, aber dieses aus Angst vor der Technik geborene Thema, des bösen Computers ist mittlerweile ein wenig zu ausgelutscht für mich. Ist einfach schon zu oft vorgekommen. Z.b. in:
mehrere Star Trek Folgen, 2001 – Odyssey im Weltraum, Odyssey5, Stargate, die Terminator Filme, Doctor Who, der Film Wargames und zahlreiche mehr die mir gerade nicht einfallen.
Fuzz said, [Offical comment]
Juli 3, 2006 at 16:29
Ich werde dann noch direkt das Tag ‘Guckbar’ dazutun. Das habe ich ganz vergessen.
Mypka said,
September 8, 2006 at 21:45
Die Terminator-Version von KI find ich aber besser dargestellt/implementiert/vorgeführt (nur im Zusammenhang mit dem Subject, versteht sich)