24.06.2006

Was ist Trash?

Posted in Weißes Rauschen at 17:00 by Fuzz

Nein, ich werde hier keinen Versuch unternehmen, das näher zu definieren. Vielmehr werden wir im Laufe dieses Blogs Versuche unternehmen uns diesem Begriff zu nähern. Mein Einstiegspamphlet ist die akute Langeweile und die extreme Monokultur im Fernsehen. Wenn man den Fernseher – sofern vorhanden – anmacht, denkt man die Grünen hätten gerade einen ausgedehnten Wahlkampfwerbespot am Laufen. Zwei mal 45 Minuten wird es so grün auf dem Fernseher, daß man denkt Rot und Blau hätten sich in die Untiefen des Weltalls zurückgezogen und beratschlagen, ob sie nicht die Frequenzen tauschen sollten, weil beide Farben mit ihrem jetztigem Leben unzufrieden sind.

Aufgrund dieser monochromatischen Grünausstrahlungen wollen wir etwas Leben in unsere Fernsehkultur bringen. Was kann man für einen möglichst geringen Geldeinsatz beim Händler seiner Wahl bestellen, sich reinziehen und auf Trash-Artefakte untersuchen? Da mußten wir nicht lange überlegen. Wir haben uns für Double-Trouble in Form von Hercules und Xena entschieden. Die Bestellung ist raus und es kann sich nur noch um Tage handeln, ehe die goldenen Scheiben der 1. Staffel (Man ist ja doch vorsichtig) hier aufschlagen. (Das mit dem möglichst geringen Geldeinsatz hat aber leider nicht geklappt!) Weitere Entwicklungen bezüglich von Xena und Hercules werden hier natürlich ausführlich dokumentiert.

X-Files – 1×05 – The Jersey Devil

Posted in X-Files at 09:25 by Fuzz

Scully und Muller verfolgen eine Urban Legend die auf den Namen ‘New Jersey Devil’ hört. Das ist sozusagen ein kannibalischer Pumuckel, natürlich in größer und real. Ich zitiere jetzt mal nicht den Wikipediaeintrag dazu, den kann ja jeder selber modifizierenlesen. Jedenfalls zieht es Mulder in diesen Wald, wo das Ding angeblich leben soll. Dort wurde ein Penner umgebracht und Teile wurden ihm abgebissen. Das kommt natürlich nicht so gut für die lokale Glückspielmafia, da man die Einnahmenquellen durch die schlechte Publicity gefährdet sieht. Die lokale Polizei verweigert auch direkt die Zusammenarbeit und so müssen Scully und Mulder auf eigene Faust ermitteln. Scully fährt nach Hause und hilft beim Organisieren des Kindergeburtags ihres Neffen. Mulder befragt die lokale Bettelgruppe und findet einen (Alkohol-, HBO- und Schlafplatz-) bedürftigen Penner. Im Austauch des Kartons auf der Straße gegen den Hotelschlüssel darf Mulder die Rolle des Penners übernehmen und legt sich auf die Lauer.

Unlike You, Mulder… I would like to have a life.

Das Vieh taucht tatsächlich auf und Mulder verfolgt es. An dieser Stelle kommt jedoch wieder dieser aufmüpfige lokale Bulle zum Vorschein und nimmt Mulder fest. Scully versucht in der Zwischenzeit (wie die Zwischenüberschrift schon ankündigt) ihre zwischenmenschlichen Beziehungen aufzufrischen. Das Date läuft aber nicht so prickelnd, wahrscheinlich steht sie einfach auf Mulder und weiß es nur noch nicht.

Am Ende der Folge gibt es ein großes Stelldichein in einem alten verlassenem Haus: Scully, Mulder, ein Antropologe, ein Hüter des Waldes, ein Squad-Team und – damit das Treffen nicht umsonst ist – schaut der Teufel auch noch direkt vorbei. Wie sich herausstellt, ist der Teufel eigentlich eine Teufelin. Natürlich entkommt die Teufelin (Was für ein blödes Wort, warum kann ich vom Teufel keine weibliche Form benutzen?) in die Wälder. Natürlich wird sie dort umstellt und natürlich wird sie erschossen. Am Ende der Folge dürfen ja nicht zuviele Beweise übrig bleiben, die belegen könnten, daß die X-Files eben keine Beschäftigungsthearapie für unbeliebte FBI-Agenten sind, die man aus verschiedenen Gründen nicht feuern kann. Apropos ‘feuern’, nachdem man auf die Teufelin gefeuert hat, könnte man ja auch mal Fragen stellen: Warum hat man zuerst geschossen und stellt dann die Frage, warum man zuerst geschossen hat und hat nicht zuerst gefragt, warum man nicht zuerst gefragt hat, … RECURSION DETECTED, ABORTING…

Was bleibt? Eine tote Teufelin, ein ratloses X-Files Team und eine schwache Folge. Immerhin wird der recht bekannte Plot des Wolfsmenschen im Walde ein wenig erweitert, weil es eigentlich eine Wolfsmenschfamilie war, zumindest am Anfang der Folge. Der magere Plot läßt sogar noch soviel Folgenzeit übrig, daß das Privatleben von Scully gezeigt werden kann. Und das ist das Interessante: Sie will genausowenig ein Privatleben haben wie Mulder. Beides sind Arbeitstiere, wenn auch auf unterschiedlichen Ebenen.

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23.06.2006

X-Files – 1×04 – Conduit

Posted in X-Files at 11:11 by Fuzz

Camping kann so gefährlich sein. Nicht nur, daß man ständig Sachen verlieren kann (seine linke Socke, das Gummientchen, was man immer so lieb hatte, oder auch seine Jungfräulichkeit), sondern es ist auch richtig gefährlich. Neben Kopfschmerzen vom Saufen und den ganzen Geschlechtskrankheiten kann man auch von UFOs entführt werden. (Allmählich hab’ ich so das Gefühl, daß UFOs eine wesentliche Rolle bei den X-Files spielen[1][2].) Genau das passiert dem kleinen Mädchen Ruby, die anscheinend ganz zauberhaft nach einer Programmiersprache benannt worden ist. Das finde ich geekig und schaue weiter. Während Ruby mit ihrem kleinem Bruder Perl (Sorry, ich konnte nicht anders!) draußen zeltet, wird Ruby entführt.

Schnitt: Das FBI-Büro

Man klärt Scully auf, daß Mulders Schwester wohl früher auch ganz gerne campen gegangen ist. (Das hat jetzt nichts mit Ego-Shootern zu tun.) Dabei wurde sie auch entführt und ist nicht mehr aufgetaucht. Man zeigt Scully die FBI-Akte, die es dazu gibt. Sie wird gefragt, ob die Untersuchung, die Mulder anstellen will, wirklich Sinn macht oder ob die Entführung seiner Schwester Mulder die Sinne vernebelt hat.

Im Büro von Mulder treffen sich beide. Nachdem Scully einige Scully-Fragen stellt und Mulder einige Mulder-Antworten gibt, fahren sie zu diesem UFO-Hotspot. Dort befragen sie Perl, der irgendwie noch viel geekiger ist, als sein Name vermuten läßt. Er malt Nullen und Einsen auf ein Blatt Papier, vielleicht hält er sich ja für ein Turingband, ich weiß es nicht. Man schickt das Papier zur Analyse ein.

In der Bücherei findet man eine Informantin, die einem durch die Bücherreihen mitteilt, daß Ruby wohl schwanger gewesen sei. (Soviel zu den Geschlechtskrankheiten, die man sich beim Campen holen kann.) In der Nacht sind die Ergebnisse der Mitschrift des kleinen Jungen dann auch fertig und werden per Eilboten Hausdurchsuchung zugestellt. Das Papier enthält vertrauliche Daten. (Wahrscheinlich ein Rezept zur Schwangerschaftsverhütung während des Campen). Die NSA rückt also an und stellt im Namen der nationalen Sicherheit die Verhältnisse wieder klar: Perl und Mama werden zur Befragung mitgenommen.

Thats’s why we’re going to Lake Okobogee

Der Freund von Ruby wird nachher im Wald tot aufgefunden und die Informantin aus der Bibliothek wird festgenommen. Sie gesteht den Mord, aber Mulder gibt nicht auf und sie besuchen das Haus von Mama und Perl. Dort ist aber keiner mehr, die sind schon wieder Campen. Ganz vergeblich war der Besuch jedoch nicht, den sie machen eine Entdeckung. Der kleine Junge hat seine Schwester als Mosaikbildchen aus Nullen und Einsen auf 7×6 Blätter gemalt und bekommt damit auch den silbernen Nerdpreis dieser Folge verliehen.

Der silberne Nerd geht an Perl

Wieder fahren Scully und Mulder zum Lake Okobogee. Dort tauchen dann statt der UFOs ein paar UFO-Begeisterte Motorradanhänger auf und machen ganz schönen Lärm. Und urplötzlich ist auch Ruby wieder da. Einfach so. Ja, wirklich.

Man trifft sich im Krankenhaus und Ruby meint, daß sie verboten hätten über sie zu reden. Damit sind die Entführer gemeint. Irgendwie haben die vergessen Ruby zu verbieten über das Redeverbot zu reden. Da wir gerade beim Verbieten sind, verbietet die Mutter auch noch jeden weiteren Kontakt des dynamischen Duos mit Ruby oder Perl und der Fall ist beendet.

Die Folge ist sehr schön. Wieder werden Meme über UFO-Entführungen in das Gehirn des Zuschauers gepflanzt. Wieder werden Mulders Beweggründe gezeigt und kritisiert. Scully ahnt wohl, daß Mulder Parallelen zu seiner kleinen Schwester sieht und nur deshalb an dem Fall dranbleibt. Das stimmt natürlich nicht. Mulder ist natürlich von der damaligen Entführung tief bewegt und natürlich hat ihn auch das zu dem gemacht was er heute ist. Und sein Interesse an den X-Files kommt natürlich auch daher, daß heißt aber nicht, daß er spinnt. Zumindest nicht mehr als jeder andere FBI-Beamte auch.

Das Hypnoseprotokoll von Mulder am Ende der Folgen enthält dann auch den magischen Satz: “I want to to believe.” Thumbs up for that!

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Scrubs – 1×03 – My Best Friend’s Mistake

Posted in Sneak Review at 08:00 by Starkiller

Heute versucht JD näher an seine Kollegin Dr. Reid ranzukommen, auf die er schon eine ganze Weile ein Auge geworfen hat. So ganz nebenbei fällt mir dazu ein das sie in der ersten Folge noch eine Brille getragen hat, die man danach nie mehr gesehen kann, kam wohl nicht gut an.

Die ganze Folge dreht sich um diese ganzen “Regeln” die man aufgestellt hat, wie genau man sich einer Frau nähern soll, was man sagen soll, wann man es sagen soll und natürlich was man alles auf gar gar keinen Fall tun soll! Kennt doch jeder, oder? “keine Zungenküsse bei der ersten Verabredung”; “Sex frühestens beim dritten Treffen”; “min. 48 Stunden warten bis zum ersten Anruf” usw. Und natürlich wird sich in der Folge ganz herzlichst darüber lächerlich gemacht. Besonders gelungen fand ich als JD die Chance verpasst sie zu küssen und dann die Theorie aufstellt das er noch 48 Stunden Zeit hat das gerade zu biegen, oder sonst für immer in der “Friend-Zone” landen wird. Als dann in dem Moment unten in der Ecke ein Countdown eingeblendet wird, ist bei mir intern glaube ich was gerissen *g* Vielleicht ist es auch ein wenig tragisch-komisch da sich sicherlich viele Leute ein wenig in der Situation wiederfinden werden da “Dating” anscheinend immer komplizierter wird. Nicht unbedingt wegen den Regeln, die man ja wenn man möchte ignorieren kann, sondern wegen den Erwartungen die im Raum schweben…ich stelle mir zumindest gerne eine Situation vor wo ein potentielles Pärchen zusammen in einem Lokal sitzt und er denkt: “Wie gerne würde ich ihr jetzt die Klamotten vom Leib reißen und sie hier jetzt direkt auf dem Tisch lieben…aber ich muss ja erstmal Schritt 3-7 hinter mich bringen, Blumen besorgen, den Zuhörer und Verständnissvollen spielen, dann bei Kaffee und Kuchen den Kriegsgeschten ihres Vaters zuhören…” und sie denkt: “Er hat ja so süße Augen, ich wünschte wir könnten uns sofort ein Taxi rufen und es die ganze Nacht treiben…aber das gehört sich ja nicht, dann würde er mich bestimmt für eine Schlampe halten”. Tja wie ich sagte, tragisch! Ob man nach den “Regeln” spielen will oder nicht, muss aber natürlich jeder für sich selbst entscheiden, genauso wie die Entscheidung ob man versucht im Anderen einen Partner oder einen Freund zu suchen. JD schließt am Ende der Folge jedenfalls mit den Worten: “I know the idea of choosing friendship over sex, seems like the last thing any guy want to hear, but you know what…this time it actually made sense to me

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22.06.2006

Scrubs – 1×02 – My Mentor

Posted in Sneak Review at 17:06 by Starkiller

Hatte ich schon erwähnt das ich den Humor von Scrubs mag?

So, ich habe also auch die zweite Folge gesehen, genossen und ja ich gebe es zu, ich habe auch gelacht. In der heutigen Folge geht es um darum das JD (John Dorian) unser Protagonist, versucht eine Bindung zu seinem Mentor (Doktorvater im deutschen?) aufzubauen und wie dieser in jedes Mal wieder abblockt. Und zwar tut er dies auf eine Art die einfach unheimlich witzig ist, da er jedes Mal antäuscht JD an sich ran zu lassen (shall we eat a slice of pizza?) und ihn dann wieder vernichtend niederschmettert (you wanne spoon?)

Freundschaften zwischen Männern sind natürlich nicht ganz einfach (aber immerhin nicht so kompliziert wie Freundschaften zwischen Männern und Frauen, wo immer noch einige glauben das sie unmöglich sind). Echte Kumpels sind natürlich was ganz wunderbares (“for life man, for life”) aber was passiert wenn eine unsichtbare Schwelle unterschritten wird, wenn man sich peinlich in die Augen schaut und man die Situation auf einmal nicht mehr mit einem Lacher verwerfen kann? Wie gefestigt muss man sein um dies dennoch abtun zu können? Und wer jetzt denkt ich hätte eine unterdrückte homosexuelle Seite, sollte sich dann mal lieber an die eigene Nase fassen, ich mache mir nur so meine Gedanken. Also, wie sieht das aus, wie weit kann Freundschaft bei zwei “echten Kerlen” eigentlich gehen? Mir fällt dazu spontan eigentlich nur ein Motto ein das sich bei Beziehungen für mich immer bewährt hat: “Ok ist, was beiden Spaß macht”…klingt jetzt vielleicht ein wenig anzüglich, daher bin ich geneigt umzutexten in: “Ok ist was für alle Beteiligten akzeptabel ist”. Um den weiten Bogen zur Folge zurück zu schlagen, es scheint aktuell als wäre für JD’s Mentor auf dem Sektor Freundschaft mal gar nichts akzeptabel, ich bin mal gespannt für wie viel Zündstoff das noch sorgen wird.
Ich kann es auf jedenfall kaum erwarten die nächste Folge zu sehen!

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21.06.2006

Scrubs – 1×01 – My First Day

Posted in Sneak Review at 21:50 by Starkiller

Keine Woche seit wir Epstacy gestartet haben, und schon muss ich meine erste Lüge entlarven. Es ist erst wenige Tage her als ich nicht ganz ohne Stolz schrieb das es Dinge gibt die ich einfach nicht gucke, Krankenhausserien gehörten zu dieser Aufzählung dazu. Tja und jetzt hat Fuzz mich mit Scrubs angesteckt. Falls ihr euch also nicht selber anstecken wollt solltet ihr jetzt aufhören zu lesen, die Folgen für das vegetative Nervensystem sind einfach nicht absehbar. Symptome können sein, beschränken sich aber nicht auf: beschleunigte Atmung, tränende Augen, Zwerchfellschmerzen und unkontrolliertes Glucksen. Also fühlt euch hiermit gewarnt.

You see, today isn’t just any other day, it’s my first day…I’m the man!!!

So fängt es an, unser Protagonist ist Arzt, oder will es zumindest werden, aber bevor man wirklich auf die armen Patienten losgelassen wird, muss man noch eine Weile AIP’ler sein…ich glaube so heißt das im deutschen (Arzt im praktischen Jahr) Das ist sowas wie die Zwischenhölle für Ärzte, eigentlich darf man alles, aber jeder glaubt man kann nichts. Falls ich da falsch liege kann man mich gerne unter devnull@epstacy.de korrigieren.

Wäre dies eine normale Krankenhaus-Serie würde ich nicht mal daran denken euch damit zu belästigen, aber Scrubs ist anders, ganz anders…glaube ich zumindest, ich hab ja bisher nur die erste Folge gesehen, war aber ganz bestimmt nicht die letzte…nicht mal für heute Abend.

Die einzelnen Pointen hier zu beschreiben wäre ziemlich arm, aber um euch zumindest ein gewisses Gefühl dafür zu geben wie sich Scrubs “anfühlt”, möchte ich erwähnen das es Zeitlupen gibt, was ja ein echter Klassiker ist, nur seit Baywatch findet das jeder kitschig. Und der Protagonist kommentiert gelegentlich aus dem Off oder kommuniziert auf diese Weise seine Gedanken mit uns. Das ist etwas was ich z.B. damals bei Malcolm in the Middle lieben gelernt habe. Es gibt natürlich dutzende von Seiten im Netz wo ihr die “klassische“ Zusammenfassung der Story viel besser nachlesen könnt als hier, daher nur in Kürze: Unser Protagonist wird direkt am Anfang ins kalte Wasser geworfen, lernt das die Chefvisite nur ein Witz ist, hat seine ersten schweren Entscheidungen zu fällen und auch direkt das erste Opfer zu beklagen.

Ich denke warum mir Scrubs gut gefallen wird, ist nicht weil es im Krankenhaus spielt, nicht weil es den täglichen Wahnsinn darstellt den alle dort erleiden müssen, sondern weil der Humor in dieser Serie genau an der richtigen Stelle meine Neuronen zum blinken bringt.

BTW: Scrubs gibt es beim DVD-Händler eures Vertrauens ohne Rezept!

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X-Files – 1×03 – Squeeze

Posted in X-Files at 12:34 by Fuzz

Nach den beiden letzten Folgen haben Scully und Mulder erstmal Ruhe vor UFOs, Außerirdischen oder den Zeugen Jehovas. Serientypisch fängt die Folge mit einem Mord an, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. (Mit Serientypisch ist nicht ‘Typisch für diese Serie’, sondern ‘Typisch für eine Serie’ gemeint. Und Mord könnte auch ein beliebig anderes Ereignis sein. Wo war ich?) Ein harmlos wirkender Bürobewohner wird aus einem “Gullydeckel” heraus beobachtet.

Bei der Beobachtung bleibt es allerdings nicht. Als der Bürobewohner sich in seiner Büroetage ein aromatisches koffeinhaltiges Heißgetränk holen geht, drehen sich die Schrauben des Lüftungsschlitzes auf, ein Ding kommt hervor, wartet auf den Bürobewohner und tötet ihn ziemlich martialisch.

“Durch die Lüftung gekommen und durch die Lüftung gegangen”, so steht es auch schon in der Bibel (Fred 21,3) und so geschieht es auch hier. Der Fall wird von einem ehemaligen Akademie-Mithäftling namens Tom Colton an Scully rangetragen. Natürlich kann sich der Mensch auch nicht verkneifen, “Spooky Mulder” zu erwähnen. Erst lästern und dann auch noch Hilfe wollen, sowas haben wir gerne. Ich versuche verweifelt, ein Alternate-Ending auf der DVD zu finden, wo Scully ihm eins auf die Nase gibt, finde es aber nicht. Die Folge geht (leider) anders weiter.

Das Opfer ist schon das dritte in einer Reihe von Morden, die recht merkwürdig sind, weil man nicht so genau weiß, wie der Mörder den Tatort verlassen hat. Eine Frau wurde in einer Umkleidekabine umgebracht, die von innen verriegelt gewesen ist. Allen Opfern ist gemein, daß ihre Leber postmortem vermißt wird. (Zu Lebzeiten wurde sie auch vermißt, für eine Suchanzeige hat es aber dann doch nicht gereicht!)

Tom kann es sich während der Einführung nicht verkneifen blöde Witze über den armen Spooky Mulder zu machen und sogar als er Mulder persönlich trifft, macht er einen blöden Witz über kleine grüne Männlein. Natürlich macht Mulder seine Sache gut und findet – dank eines Fingerabdrucks – eine Verbindung zu einer alten X-Akte. Die Dinger werden schließlich gut aufbewahrt und alle 20 Jahre abgestaubt. Das ist auch dringend nötig, denn die Akte ist aus dem Jahre 1903.

Scully präsentiert ihr Täterprofil und auch dort gibt es wieder lustige Witze über unseren geliebten Mulder.

Somebody having a garage sale?

Mmmh… eigentlich ist die Folge geht so. Der Plot im Vordergrund ist eigentlich ganz gut, störend fand ich eigentlich nur die komischen ‘Spooky Mulder’ Witze. Naja, nicht immer bekommt man das, was man sich gewünscht hat. Aber Tom belässt es leider nicht bei schlechten Witzen, sondern entwickelt im Laufe der Folge seine schlechten Charaktereigenschaften zu einer neuen Höchstform.

Damit nun etwas Pepp in diese lahme Rezension und in diese lahme Folge kommt, möchte ich auf zwei besondere Momente hinweisen, wo mich das Gefühl extremer Trashigkeit überkommen hat, was ich normalerweise nur habe, wenn ich (alte und neue Folgen) von Dr. Who schaue.

Nummer 1 (22:16): Da überwältigt der Täter ein weiteres Opfer. Er reißt sein Opfer nach hinten und die Kamera geht nach unten. Das Bild ist durch die Bewegungsunschärfe schlecht zu erkennen und die Augen des Täters haben wieder diese deutliche gelbe Färbung. Das sieht extrem schlecht aus.

Nummer 2 (32:00): Scully und Mulder betrachten gerade das Nest von dem DING und es spielt sich folgender Dialog ab:

Mulder: What if some genetic mutation could allow a man to awaken every 30 years?
Scully: Mulder…
Mulder: And what if the five livers could provide him sustenance for that period? What if Tooms is some kind of 20th century… genetic mutant?

Geht es noch trashiger?

Da schreit der Schiedsrichter, daß ich parteiisch bin. Ich wende ein, daß Rezensionen keine Schiedrichter brauchen und verweise ihn meines Blogs. Natürlich bin ich parteiisch. Kommen wir mit dem Blogverweis zu den positiven Eigenschaften der Folge. Was ich mag ist das verfallene Haus, wo der Mörder angeblich residieren soll. Ich wünschte, meine Wohnung würde mal so aussehen. Ich muß dagegen in einem weichem Bett schlafen und kann nicht in netten Winterquartier aus Papier und Lumpen für 30 Jahre überwintern. (Und das Ding hat noch nicht mal einen Internetanschluss.)

Das der Mutant des 20. Jahrhundert am Ende entkommt, finde ich ebenfalls gut. So hat der Zuschauer eben nicht das Gefühl, daß der Böse hinter Gittern sitzt und die Welt ein besserer Ort ist, sondern theoretisch im eigenem Keller überwintern könnte. Natürlich ist das völliger Blödsinn, aber man erzählt kleinen Kindern ja auch, daß die Geschenke an Heilligabend von einem alten roten Sack mit brauen Sack und weißem Rauschebart geliefert werden. Dabei werden Geschenke von Männern in gelben Lastwagen geliefert, wo DHL draufsteht. So schnell können Wirklichkeit und Wunsch auseinander gehen.

Gute Nacht Amerika, wo immer sie sind.

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20.06.2006

The Dead Zone – 5×01 – Forbidden Fruit

Posted in Sneak Review at 01:19 by Starkiller

Lange musste ich warten, aber endlich ist es soweit, die fünfte Staffel von Dead Zone hat endlich angefangen. Ich hab keine Ahnung ob das jemals in Deutschland lief, wenn es einer weiß kann er es gerne in die Comments schreiben.

The Dead Zone ist eine der wenigen Serien, wenn nicht sogar die einzige, bei der es keine Folge gibt die mir nicht gefällt! Ganz genau…das lassen wir uns noch mal auf der Zunge zergehen, 4 Staffeln abgedreht und keine schlechte dabei…

Alle die The Dead Zone schon kennen, können die Story überspringen.

Story: Show ▼

Die fünfte Staffel knüpft nahtlos an die Geschichte der vierten Staffel an in der es darum ging das Johnny versucht einen Abgeordneten daran zu hindern an wirkliche politische Macht zu kommen da er in einer seiner Visionen sah das dies zu Kriegen, Zerstörung, Mad Max, Seuchen, Tod und diesen ganzen anderen negativen Dingen führt. In der heutigen Folge vertieft sich auf jedenfall Johnnys Kassandra-Syndrom da er zwar vieles sieht und weiß aber doch nicht die Macht hat Geschehnisse abzuwenden, weil ihm entweder keiner glaubt, oder er zu spät kommt um noch was zu ändern. So ist z.B. die Frau in die er sich in der vierten Staffel verliebt hat, dabei den Abgeordneten Stillson zu heiraten und es stellt sich herraus das es hinter Stillson noch eine Figur gibt welcher im verborgenen die Fäden zieht.

Was mir an The Dead Zone so unheimlich gut gefällt ist die Story die immer wieder frisch und logisch (im Rahmen der Serie) weiter erzählt wird und das die Visionen immer richtig gut gemacht sind. Aber was mich wohl, ich muss es zugeben, am meisten an die Serie fesselt ist das Johnny einfach so unglaublich sympatisch ist. Der Schauspieler ist wirklich sein Geld wert.

So, das ist etwas länger geworden als ich wollte, aber es ging nicht kürzer. Morgen werde ich dann von der neuesten Folge “The 4400″ berichten, aber erstmal ist jetzt Nachtruhe angesagt.

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19.06.2006

X-Files – 1×02 – Deep Throat

Posted in X-Files at 12:34 by Fuzz

Die Folge knüpft thematisch sehr nahe an die letzte Folge an. Ein Testpilot der Army wird ins Hospital eingeliefert und kommt nicht mehr zurück. Über 4 Monate wartet seine Ehefrau bevor sie Anzeige beim FBI erstattet. Und da kommt das dynamische Duo wieder ins Spiel. Während der Einsatzbesprechung (die hier mal völlig formlos in einem Restaurant stattfindet), begegnet Mulder auf der Toilette “Deep Throat”. Dieser Geheimniskrämer sagt ganz freundlich, daß Mulder diesen Fall nicht bearbeiten sollte. So geht das natürlich nicht. Eine Toilette ist schließlich kein geeigneter Ort für eine dienstliche Mitteilung und deshalb ermittelt Mulder weiter.

Your husband’s violated security procedure and stolen an armed military vehicle.

Die Piloten sollen angeblich eine völlig neue Art von Fluggerät ausprobiert haben. Natürlich denkt der geneigte Leser sofort wieder an UFOs, zumal dieser Ort auch eine Kneipe namens “Flying Saucer” hat. Die Bedienung dort hat eine Menge selbstgeschossener UFO-Fotos, die sie auch gerne für $20 an herumstreunende FBI-Agenten verkauft. Dann kann Mulder natürlich nicht nein sagen.

Bei der Untersuchung der US-Air-Force-Base sieht man nachts komische Lichter, die sich in merkwürdigen Formationen bewegen und eigentlich nicht von einem herkömlichen Fluggerät kommen können. Neben den Lichtspielereien findet man auch ein paar Jugendliche, die sich die Basis ein wenig näher angeschaut und nun auf der Flucht sind. Einer der Jugendlichen ist übrigens Seth Green. (Sehr sehenswert!)

Während der Ermittlungen taucht auf einmal der Ehemann wieder auf. Aber der ist nicht mehr wiederzuerkennen: er bringt den Müll raus, ist nett zu Kindern und säuft auch nur noch eine Kiste Bier pro Tag. Mulder und Scully werden dagegen erst beschattet und dann teilt ihnen ein Haufen Gorillas unmißverständlich mit, daß sie hier nicht erwünscht sind. Auch davon läßt Mulder sich nicht abschrecken und so verschafft er sich Zugang zu der Air-Force-Base. Dort sieht er wieder komische Lichter, aber sein Eindringen bleibt diesmal nicht unentdeckt.

Auch in dieser Folge bekommt man wieder den Eindruck, daß UFOs so häufig in den USA vorkommen, wie Sand in der Saharawüste, aber das soll uns mal nicht stören. Auch hier ist die Staatsmacht überpräsent und demonstriert gelassen die Machtverhältnisse. Wieder bekommt man das Gefühl, daß von staatlicher Stelle aus nicht nur Dinge vertuscht werden, sondern auch Experimente stattfinden, über die die Öffentlichkeit Bescheid wissen sollte. Kurzum: eine sehr spannende Folge aus dem UFO-Zyklus.

PS: Wer nicht weiß, woher ‘Deep Throat’ kommt, findet in der Wikipedia Erlösung.

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18.06.2006

X-Files – 1×01 – Pilot

Posted in X-Files at 15:17 by Fuzz

Ich muß um Vergebung bitten. Es gibt so wunderbare und großartige Serien, die man einfach gesehen haben muß und sei es damit man die großartigen Anspielungen bei Family Guy alle versteht. Aber irgendwie habe ich nie so richtig X-Files gesehen. Früher – also damals – habe ich die Serie im Fernsehen auf Deutsch gesehen und das bedeutet dreierlei:

  1. Ich hätte damals keine Anstellung in meinem eigenen Blog gefunden.
  2. Ich muß die Serie mal in der richtigen Reihenfolge schauen. Also aktiv rezipieren anstatt einfach nur den Fernseher einzuschalten.
  3. Ich habe eine erotische Fixierung auf die deutsche Syncronstimme von Scully bekommen. Die wird dadurch genährt, daß man diese ständig in irgendwelchen Dokumentationen zu hören bekommt. Das ist eine schlechte Grundlage um einen kalten Entzug durchzuführen.

Wie geht man also an eine Serie ran, deren Fans eigentlich eine religöse Vereinigung bilden? Wie schaut man eine Serie, die damals so wegweisend gewesen ist, daß es einen wahren Mysteryboom ausgelöst hat? Sollte man feste Tageszeiten einrichten, zu denen man jeweils eine Folge schaut? Was ist die richtiges Vorgehensweise? Die Antwort: Man fängt bei Staffel 1 an und freut sich ein tierisches Loch ins Knie über soviele ungesehene Folgen.

“Are you familiar with an agent named Fox Mulder?”

Das ist der Moment wo Scully beruflisch das erste Mal mit Fox Mulder zu tun bekommt. Scully besucht eines der zahlreichen Büros des FBIs. Sie soll von nun an mit Agent Mulder zusammenarbeiten und einen wissenschaftlichen Gegenpol zu den X-Files darstellen. Ihre Berichte soll sie an ihre Vorgesetzten weiterleiten. Im Büro steht übrigens sogar der Raucher, sagt aber kein Wort. Auch ein Detail, welches mir nicht geläufig gewesen ist.

In einer amerikanischen Kleinstadt (wo auch sonst?) namens Bellefleur sterben Jugendliche unter mysteriösen Umständen. Schon im Flugzeug gibt es merkwürdige Turbulenzen und bei der Autofahrt spielt auf einmal das Radio und die Uhr des Autos verrückt. Der schrille Pfeifton gibt sein übriges dazu. Mulder hält an, steigt aus und sprayt ein rotes X auf die Fahrbahn. Das ist an Nerdigkeit eigentlich nicht mehr zu überbieten.

Da es Unregelmäßigkeiten bei der Autopsie gegeben hat, wird eines der Opfer wieder an das Tageslicht geholt. Die Leiche ist merkwürdig und außerdem nichtmenschlich. Die Spur führt in eine Nervenklinik und alle dortigen Insassen sitzen zu recht dort.

Im Laufe der Ermittlungen geraten Scully und Mulder natürlich aneinander weil Mulder von Anfang an Außerirdische als Begründung für diese seltsamen Vorfälle annimmt. Und Scully sieht das natürlich ein wenig anders. Für sie zählen Beweise. Und genau von dieser Ambivalenz lebt diese Serie, bzw. wird sie leben. Aber eins nach dem anderen.

Die Folge hat alles. Interessante Charaktere, Witz, Sinn für Details und sie hat Potential. Potential für viele weitere interessante Folgen. Hier werden viele Dinge gezeigt, die interessant sind und nicht völlig unvorstellbar klingen. Beweise, die sich in Rauch auflösen, schweigende und seltsame Menschen und die Wahrheit liegt irgendwo da draußen. Und genau davon lebt diese Folge (und diese Serie). Ständig erwischt man sich bei dem Gedanken, daß es tatsächlich so sein könnte. Damit sind nicht so speziell die Außerirdischen, sondern eher die Verschwörungen auf staatlicher Ebene gemeint. Diese geben unserem verrauschten Schwarz-Weiß-Bild ein wenig Farbe und machen unseren Alltag etwas bunter. Ich bin so unglaublich aufgeregt.

PS: Scully sieht so süß aus.

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