13.11.2006
Tales from the Crypt – 1×01 – The Man Who Was Death
*Staub*
*Hust*
*WTF?*
Als ich in meinem Bernsteinzimmer aufgeräumt habe, habe ich neben Hitlers Tagebücher, dem Leichentuch von Jesus und den YPS-Urzeitkrebse auch das im Subjekt erwähnte Kleinod gefunden. Die Serie lief von 1989 bis 1996 (insgesamt 93 Folgen und zwei Filme) und erzählt mysteriöse Horrorgeschichten, so ähnlich wie der Vorgänger “The Twilight Zone” (1959, wurde 1985 und 2002 wieder neu aufgelegt, ingesamt 310 Episoden und ein Film).
Ähnlich wie bei TTZ gibt es auch einen Erzähler. Weiterhin ähnlich erzählt dieser nicht aus dem Off, sondern jede Geschichte wird von einem Ding präsentiert. (Eine Kreuzung zwischen einem mutierten bösen Gremlin und einem Niedrigbudget).
Diese untote Bewohner erzählt halt lustige Geschichten aus seiner Comicsammlung. (Ja, die Popcultur hat schon damals nicht halt vor Comicverfilmungen gemacht.)
In der ersten Folge spielt ein Todesengel die Hauptrolle. Er ist derjenige, der im Todestrakt den Schalter umlegt. Als der Staat ankündigt, die Todesstrafe einzustellen, hält er an seinen alten Aufgaben fest und spielt Exekutive für Leute, die es seiner Meinung nach verdient haben. Das geht bis Opfer Nr. 4 gut, als zwei Dinge gleichzeitig passieren: Die Todesstrafe wird wieder eingeführt und man erwischt ihn. Prompt sieht er seinen alten Arbeitsplatz wieder.

Angenommen man hat die Jahre 1989 bis 1996 unter einem Stein verbracht, war zu jung oder befand sich noch im Zustand eines Spermiums (wenn überhaupt), sollte man dann “Tales From The Crypt “schauen? Was erwartet einen? Muss man das gesehen habe?
Im Prinzip erwartet einen die Verfilmung der in Deutschland erschienen Comicserie “Gespenstergeschichten”, an dessen Ende immer “Seltsam? Aber so steht es geschrieben…” steht und sowas ähnliches könnte man auch über diese Serie hier schreiben: “Seltsam? Aber so stand es im Drehbuch…”
Das Publikum wird aktiv angesprochen, die Hauptfigur hält Monologe und das Intro und Outro besteht immer aus witzigen Versuchen eines Hobbyzombies witzig zu wirken. Gruselig ist das natürlich nicht mehr, aber ich bin ja auch keine 8 mehr.
Ansonsten gibt es noch Boobs (mit Nippeln) zu sehen, was mich doch etwas irritiert hat. Wahrscheinlich waren Brüste damals einfach nicht unanständig, ich kann es mir anders nicht erklären.
Prädikat: Wertvoll aka Guckbar.
Schlagwörter: boobs, gruselig, horror, Pilot, tales-from-the-crypt