16.11.2006
Toxikologische Gutachten vs. CSI Rant
Ich habe es schon immer gewußt. CSI entspricht nicht der Realität. Ein SPON-Artikel zeigt, dass manche Leute sich bei ihrer Berufswahl vom Fernsehen leiten lassen, aber die Wirklichkeit in Wirklichkeit nicht wie das Fernsehen aussieht.
Gerade bei CSI fällt das ja auf, weil es sich (im Gegensatz zu X-Files, Supernatural, Family Guy, …) um eine “reale” Serie handelt.
- In CSI ist alles dunkel. Das fängt bei den Fluren an, geht über die Labore, bis hinunter in den Keller, wo die Rechtsmediziner versteckt werden. Alles ist irgendwie dunkel und man würde wahrscheinlich über die Leichen im Keller stolpern, weil man sie einfach übersehen würde. Da ist es manchmal so dunkel, dass die eigentlich immer eine Taschenlampe dabei haben müßten. (Aber wenn es nicht so dunkel wäre, könnte man nicht diese hervorragenden Lichteffekte einbauen, die CSI so aufregend machen.)
- Alles geht immer schnell. Eine DNS Analyse wird nur dadurch verzögert, dass man gerade noch anderes zu tun hat. (Serienmord im McDonalds und zweieinhalbtausend Blutspuren müssen noch zugeordnet werden. Die Essensreste nicht mit eingerechnet.) Das chemische Prozesse vielleicht auch mal ein wenig Zeit brauchen, spielt in der Serie nie eine Rolle.
- Jeder Mord wird untersucht. Personalmangel wird einfach durch Mehrarbeit der Hauptdarsteller kompensiert. Ein soziales Leben ist nicht vorhanden. Kein Fall wird schlampig, unzureichend oder vielleicht gar nicht bearbeitet.
Der aufgeführte Link schreibt, das toxikologische Gutachten durchaus mehrere Monate brauchen. Warum ist das wohl so und was für Gutachten wären das wohl? Ich habe darüber leider nichts ergoogeln können, deswegen ist es aus diesem Artikel jetzt auch ein (kleiner) CSI-Rant geworden. Auch nicht schlecht.
Schlagwörter: csi, rant, realitaet