28.11.2006
X-Files – 2×04 – Sleepless
Gute Folgen von X-Files laufen auf mehreren Ebenen ab. Da gibt es zuerst die Ebene der Opfer. Diese Einstellung befindet sich oft am Anfang der Folge, noch vor dem eigentlichen Vorspann.
Ein alter Mann entdeckt auf einmal ein Feuer in seinem Appartment und wählt die Notrufnummer. Die Lage ist für ihn aussichtlos, weil sein Fluchtweg abgeschnitten ist. Als die Feuerwehr eintrifft, sind weder Feuer noch Brandspuren zu sehen. Der Mann liegt trotzdem tot auf dem Boden.
An dieser Stelle gibt es öfters eine Blende und die zweite Ebene tritt in Kraft. Diese besteht aus Mulder und Scully, welche gerade mit dem Fall anfangen. Doch seit Begin der zweiten Staffel ist die Dualität gestört, weil die X-Files geschlossen worden sind.
Eine zusätzliche Störung stellt das Auftreten von Alex Krycek dar. Er hat den Fall 2h früher geöffnet und ist damit sozusagen der Chef. Da Skinner immer noch miesmutig ist, geht Mulder auf ihn ein und läßt ihn schon mal den Wagen vorfahren und macht sich währenddessen aus dem Staub.

Ich persönlich fand ihn etwas zu schmierig und ich sollte recht behalten. (Vorher kenne ich nur diesen Namen? Von früher? Das Internet hat ein Essay über ihn angefertigt. Er wird wohl keine Eintagsfliege sein.)
Man findet raus, das die Regierung (Überraschung) verbotene (Ach?) Experimente (Nein!) mit Soldaten (Wirklich?) während des Vietnamkrieg (Autsch!) durchgeführt hat, die jetzt keinen Schlaf mehr brauchen. Dafür haben sie allerdings mehr Ringe unter den Augen, als Elizabeth Taylor an den Fingern (Tataaaa!).
Because we knew there was more out there than they were telling us.
Die Überlebenden der Einheit von damals empfinden diesen Segen aber eher als Fluch, zumal manche von ihnen an einem Vietnamtrauma leiden. Einer der Einheit scheint nach 24 Jahren nun reinen Tisch machen zu wollen. Mit Hilfe flockiger Bibelsprüche in der Art von “Der Pfad der Gerechten…” räumt er unter der alten Einheit auf und fängt mit dem Leiter der Anstalt an. Richtig, das ist der Alte Mann vom Anfang der Folge.
Durch seine Schlaflosigkeit kann er Illusionen in den Gehirnen von anderen Menschen entstehen lassen. Das Gehirn glaubt so fest an die Illusion, dass der Körper sogar Schusswunden entstehen läßt. Das ist ja unglaublich Mike, da muss ich mir an den Kopf fassen.
Die dritte Ebene wird von den Hintermännern in X-Files gefüllt. Diese bestehen natürlich aus dem Raucher, Skinner und ab dieser Folge auch wieder aus einem Informanten, der nicht nur dem Chef der Highschoolpolizisten “21, Jumpstreet” ähnlich sieht, sondern es auch tatsächlich ist. Danke Gehirn für diese Leistung. Wie war noch mal die 2. bionomische Formel? … Das habe ich mir gedacht.

Der neue Informant heißt einfach Mr. X.
Diese 3. Ebene wird oft dargestellt, wenn die Folge eigentlich schon zu Ende ist. Dadurch haben die Bösen sozusagen die letzte Einstellung bzw. das letzte Wort der Folge. Deswegen muss man X-Files einfach mögen.
Die Folge ist actionreich, spannend und es existieren alle drei Ebenen.
Schlagwörter: Empfehlenswert, mr-x, raucher, skinner, staffel-2, X-Files