20.01.2007

Dilbert – Überblick für die erste Staffel

Posted in Sneak Review at 15:27 by Fuzz

Ich habe gerade von Dilbert die 13 Folgen der ersten Staffel zuende geschaut. Ich würde dafür durchaus eine Kaufempfehlung aussprechen. Die Plots sind durchaus sehenswert und abgedreht.

Im Prinzip dreht sich die erste Staffel grob um den von Dilbert entworfenen Prototypen Grandmaster, dessen genaue Funktion jedoch unbekannt bleibt. Ähnlich diffus wie die Funktion sind auch die Plots. Manchmal darf Dilbert nach Elbonia reisen (dort wird der Prototyp hergestellt) und manchmal muß die Firma umziehen, weil die Angestellten anfangen zu mutieren:

dilbert-1x07-tower-of-babel.jpg

Dilbert soll deshalb den Umzug organiserien und freut sich schon tierisch, weil er dann auch sein eigenes Büro bekommt. Voller Vorfreude spielt er diese Situation schon mit einer kleinen Puppe nach:

dilbert-1x07-tower-of-babel-2.jpg

Süß!

Manche Folgen sind auch völlig losgelöst von diesem Prototypen, da wird sich dann um das Y2K-Problem gekümmert. (Kann sich da noch jemand an die an- und aufregenden Diskussionen erinnern?) oder in der Folge “1×12-Holiday” wird der Wahnsinn behandelt, dass jeder Tag irgendein spezieller Tag ist: D-Day, Sysadmin-Day, irgendein Geburtstag, Whatever-Day.

Schön ist auch die Folge “1×09-Little People”, wo auf einmal die “Dry Erase Markers” (so eine Art Edding) in der Firma verschwinden. Man findet schließlich raus, diese die Leute, die “ge-downsized” wurden, als kleine Menschen in einer Schattenwelt weiterleben und die Stifte zum schnüffeln benutzen. (So eine Art Mini-Hippies!)

dilbert-1x08-little-people.jpg

Als man diese schließlich von der Abhängigkeit befreit, indem man alle Nachbestellmöglichkeiten für die Stifte ausschaltet, wohnen die kleinen Winzlinge bei Dilbert im Garten und feiern dort munter ohne Drogen weiter.

Das jedoch stört ihn beim Schlafen und so greifen sie auf die Lösung von Dogbert zurück. Man verpackt die kleinen Menschen und bietet sie als Spielzeug zum Verkauf an.

dilbert-1x08-little-people-2.jpg

Mir gefällt die Serie. Dogbert und Catbert sind tatsächlich so zynisch, wie man es aus den Comics her kennt. Der Garbage-Man ist ebenfalls sehr gut und (pseudo-)philosophisch und Dilbert ist der Ingeneurgeek schlechthin (ich empfehle dazu das Intro mit der “Dusche” im Pilot).

Ein solches Intro gibt es bei allen Folgen. Oft sind solche Erfindungen der Mittelpunkt, manchmal gibt es auch Smalltalk zwischen Dogbert und Dilbert zu sehen. Dann kommt das eigentliche Intro der Serie (mit fetzigen Sambarythmen) und dann geht es richtig los. 22 Minuten Witzigkeit, die man wirklich geniessen kann. Besonders Dilbert als rational denkender Mensch ist das genaue Gegenteil von seinem Chef, der in der Regel nicht mal zwei zusammenhängende Sätze am Stück rausbringt. Unterhaltungen zwischen diesen beiden sind durchaus absurd komisch.

Die ab und an stattfindende Ausübung von Gewalt von Alice an ihren Mitmenschen, vornehmlich am Wendehals Wally, tun ihr übriges zu dieser guten Staffel hinzu.

Durchaus sehenswert und empfehlenswert.

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