27.01.2007

Mythbusters – 5×03 – Underwater Car

Posted in Sneak Review at 10:46 by Fuzz

Angenommen man würde Knoff-Hoff, die Hobbythek und Kopf um Kopf in eine Sendung verrühren, würde alle Beteiligten mal um 40-50 Jahre verjüngen und unter extremen Schlafentzug setzen, dann wäre das Ergebnis ungefähr wie MythBusters.

Ein Haufen Leute mit zuviel Budget machen Experimente, die man schon immer mal durchführen wollte, man aber dann doch am fehlendem Schwimmingpool oder Flugzeughangar gescheitert ist.

Auch wenn ich mich damit jetzt mit nacktem Hintern in die Brenneseln setze und noch eine deutsche Serie erwähne, aber MythBusters ähnelt ein wenig der “Was geht? Experimente am Limit” auf DMAX. Oder eben auch Brainiac.

Professionelle (Mit Don’t-try-this-at-home Zeigefinger) Leute, mit Hang zur Auslotung von was-geht und was-geht-nicht, verbraten sinnlos Gehirnschmalz und Material bei der Entmystifizierung von Alltagsphänomenen.

In dieser Folge geht es um:

Akribisch zerlegt dieses Team diese Mythen, dass es oft sogar an Klugscheisserei grenzt. Wie symphatisch aber auch.

Hier zum Mitschreiben: Autotüren kann man nicht öffnen, wenn sich noch Luft im Auto befindet. Der Druckunterschied macht es unmöglich. Das Fenster runterkurbeln geht auch nicht mehr. Elektrische Fensterheber gehen zwar noch, versagen aber ebenso am Druck. Das Fenster eintreten oder einschlagen könnt ihr auch vergessen. Auch wenn ihr einen Schlüssel oder ein Handy zur Hilfe nehmt, werdet ihr jämmerlich ersaufen.

Es gibt vier Überlebensstrategien:

  • Die Türe direkt öffnen.
  • Luft anhalten und warten, bis das Auto vollgelaufen ist und dann die Türe öffnen. Ist bestimmt extrem cool, verlangt aber starke Nerven.
  • Die Scheibe mit einem speziellem Notfallhammer einschlagen. Damit geht das kinderleicht.
  • Nicht ins Wasser fahren.

Selbstironisch präsentiert das Team diese Aufgabenstellung und geht sogar den Details auf den Grund: Funktioniert ein elektrische Fensterheber überhaupt unter Wasser?

Zur anderen Sache: Ein Blatt Papier ist tatsächlich mehr als 7x faltbar, allerdings nicht nach der Methode: Falten, 90 Grad drehen, Falten, etc… sondern man kann das Papier erst längs mehrmals falten und dann eben quer weitermachen.

Frei nach dem Motto “If it’s worth doing then it’s worth overdoing” gehen die Jungs in eine Halle der NASA, kleben sich da ein riesiges Blatt Papier von der Größe eines halben Fußballfeldes zusammen und falten es. Gegen Ende mit einem Gabelstapler.

Okay, es ist ganz witzig, den Jungs bei der Arbeit zuzusehen. Und manchmal ist es sogar spannend und interessiert und die Detailstiefe ist an manchen Stellen doch wirklich verblüffend. Es taucht sogar der Term “Exponential Growth” auf und wird erklärt.

Die ideale Klugscheißer Serie. Nach dem Konsum von einer Staffel kann man auch jeder Stehparty Punkte einsacken. Wenn man zuviel erzählt, wird man allerdings nicht nochmal eingeladen. Durchaus anschaubar.

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2 Kommentare »

  1. Anubiz said,

    Januar 27, 2007 at 14:59

    selten sowas blödes gesehen
    so niveau von gallileo experiment :)
    und elektrische fenster müssen glaub ich sogar unter wasser noch paar stunden funktionieren :)

  2. Starkiller said, [Offical comment]

    Februar 15, 2008 at 16:25

    Als du dies vor über einem Jahr gepostet hast, kannte ich die Serie überhaupt nicht, ich war auch nicht besonders interessiert.

    Mittlerweile habe ich das komplette Material der bisher ausgestrahlten 6 Staffeln geguckt, und das gucken macht wirklich Spass. Einziger Wermutstropfen, die ersten beiden Staffeln waren irgendwie die besten, die Mythen und Experimente sind zwar mit dem Budget permanent gewachsen, leider aber auch oberflächlicher geworden.

    Am Anfang gab es zwischendurch auch tolle theoretische Sachen, mit Mathe und überlegen und so, jetzt geht es nur noch um Massen-Konformität mit viel Explosionen. Zwischendurch gibt es noch Perlen, aber sie werden seltener.

    Und das sich Kari Byron für FHM hat ablichten lassen, hat der Show bestimmt auchn keinen Gefallen getan.

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