11.03.2007
Numb3rs – 1×05 – Prime Suspect
Serien sollen ja unterhalten, bei allen Serien, die man so kennt, ist das überhaupt kein Problem. Man hat einen Haufen Dinge zur Verfügung, auf die man zurückgreifen kann: Vampire, Untote, Superhelden, Leute, die die Zeitung von morgen schon heute kriegen, Vergangensheitsreisende, Zukunftsreisende, Telefonzellenreisende, Außerirdische, Erdbewohner mit magischen Fähigkeiten… you get the picture I think…
Was hat man bei Numb3rs nun? Einen Haufen mathematischer Dinge, Probleme, Sätze, Lemma und vor allen Dingen Theorien, die man nun filmgerecht verwenden muss. Das ist bestimmt einfacher gesagt, als getan.
Nach einem Kindergeburtstag wird der Hauptakteur entführt.

Der Hintergrund: Papa arbeitet seit Jahren am Beweis der Riemannschen Vermutung, man will die Lösung im Austausch für das Kind haben. Allerdings nicht um das Preisgeld zu kassieren, was auf den Beweis ausgesetzt ist (siehe auch Millennium-Probleme), sondern der Fall ist komplizierter.
Mit Hilfe der Lösung will man rausfinden, wie sich die Leitzinsen entwickeln werden. Diese Entscheidung steht natürlich schon fest, bevor sie eigentlich verkündet wird. Mit diesem exklusiven Vorabwissen kann natürlich auf dem Finanzmarkt ziemlich abräumen. Der Beweis soll helfen, die Internet-Verschlüsselung zu brechen, damit man schon früher einen Zugriff auf diese Informationen haben kann.
So wie ich das verstanden habe, handelt es sich bei Riemann um eine Vermutung, die man letztendlich (noch) nicht beweisen konnte. Das ist mir als Programmierer aber ziemlich schnuppe. Ich programme einfach so, als wäre der Satz wahr. Da man mit Hilfe der Vermutung schon 10 Billionen Nullstellen überprüft hat, könnte man einfach annehmen, dass der Satz tätsächlich stimmt.
Insofern verstehe ich nicht ganz, warum man auf diesen Beweis so scharf ist. Wir wollen das aber mal nicht so genau nehmen.
Zu Abschluss verteile ich “Empfehlenswert” und lasse euch an folgendem Absatz (aus der Wikipedia) teilhaben:
Die eigentliche Ursache dafür, dass viele Mathematiker so intensiv nach einer Lösung gesucht haben ist aber (abgesehen davon, dass dies die letzte noch unbewiesene Aussage in Riemanns berühmten Aufsatz ist), das sich in dieser aussergewöhnlichen perfekten Symmetrie einer ansonsten sehr chaotischen Funktion (z.B. Universalitätssatz von Voronin: die Zetafunktion kann jede beliebige analytische von Null verschiedene Funktion innerhalb eines Kreises vom Radius 1/4 beliebig approximieren) wahrscheinlich die Spitze des Eisbergs einer fundamentalen Theorie verbirgt, so wie sich hinter der Fermatvermutung die Parametrisierung von elliptischen Kurven durch Modulfunktionen verbarg, ein Teil des Langlands-Programms.
WTF?
Schlagwörter: Empfehlenswert, numb3rs, Riemannsche-Vermutung
Anubiz said,
März 11, 2007 at 18:20
hehe, ich kenn immerhin fermat und elliptische kurven
Fuzz said, [Offical comment]
März 12, 2007 at 13:23
Aber bestimmt nur, weil du das Buch gelesen hast. Gib es zu!
Starkiller said, [Offical comment]
März 13, 2007 at 19:17
also das was ich davon verstanden hatte, ging auch nur so weit, das diese Vermutung in der Kryptographie benutzt wird, und sollte sich diese Annahme beweisen lassen, würde dies bisherige Verschlüsselungen sehr angreifbar machen, mehr musste ich nicht wissen, aber gerne würde ich natürlich trotzdem die Schönheit in dieser perfekten Symmetrie sehen können.
Man stelle sich dazu vor, ein Mathematiker kommt an einer Tafel vorbei, fällt auf die Knie, bricht in Tränen aus und ruft aus: “Gott ist das schön!!!”
Im Hintergrund läuft das Ave Maria von Bach-Gounod.
aber “leider” habe ich noch einen Job dem ich nachgehen muss, mir ist es also nicht vergönnt, mich den ganzen Tag in solche Probleme eindenken zu können…nein, der Hausmeister der nebenbei Matheprobleme löst ist ein von Hollywood ins Leben gerufener Mythos!