25.03.2007
Raines – 1×02 – Meet Juan Doe
Was ist spannender als die erste Folge? Natürlich die zweite Folge. Wenn sich rausstellt , ob das Konzept eine 2. Folge überhaupt erträgt (oder eben auch nicht). Wie ist der Humor? Welche Figuren tauchen wieder auf? Ist der Plot diesmal auch gut oder geht er zumindest gut weiter?
Hier mein Eindruck:
In dieser Folge hat Raines einen toten Mexikaner ohne Papiere als unsichtbaren Freund. Diesen nennt man aufgrund seiner Herkunft nicht John Doe, sondern eben Juan Doe.
Wieder unterhält er sich im Laufe der Folge mit der toten Figur, welche aufgrund der jeweils neuen Erkenntnisse sich immer wieder verändert. Aufgrund der Wiederholungen des Wortes “wieder” denkt sich der Leser sich bestimmt (wieder), dass jetzt wieder eine Abwertung erfolgt. Wieder mal falsch gedacht. Das der Serie anzukreiden, wäre wahrscheinlich so glaubwürdig, wie der Vorwurf des zwanghaften Vampirimus in Buffy.
Das fängt bei der Sprache an: “Don’t tell me you don’t speak english?” “¿Que?”, geht über das Aussehen des Charakters (wenn aus der Wasserleiche dank eines Fotos ein richtiger Mensch wird) und endet mit einem Satz Spanisch aus seinem alten Highschoolwissen. Ich finde das amüsant. Andere Meinungen sind natürlich zugelassen.
Die “Le Noir” Elemente sind immer noch vorhanden, auch wenn nicht mehr so hervorstechend, wie in der ersten Folge. Das finde ich persönlich etwas schade.

Die Story bleibt – meiner Meinung nach – auf einem hohen Niveau, was ich sehr erfrischend finde. Erweitert wird sie durch den Druck seines Chefs, dass er sich bei einer Psychologin melden soll, weil er halt mit sich selber redet.
Die Serie lebt durchaus von ihrem Humor, soweit man das nach 2 Folgen schon sagen kann. Sarkamus wird hier sehr groß geschrieben. Quasi seine kompletten Unterhaltungen mit seiner Crew (einschliesslich Chef) und der Psychologin sind sehr sehenswert. Wenn die mal nicht alle den schwarzen Gürtel in Sarkmus und Ironie haben, weiss ich auch nicht mehr weiter.
Bitte mehr davon.
Schlagwörter: Empfehlenswert, le-noir, raines, story
Johannes said,
März 31, 2007 at 18:21
Wirklich gelungen finde ich die Serie bis jetzt eigentlich nicht. Ich mag Goldblum, wie wohl jeder, der zu “Jurassic Park”-Zeiten aufgewachsen ist. Die Handlung ist bestenfalls “mittelinteressant” (zugegeben, das Wort habe ich gerade erfunden), den Humor konnte ich noch nicht wirklich ausmachen, die Charaktere wirken ein bisschen wie aus dem Zufallsgenerator, nicht wirklich aufeinander abgestimmt oder ergänzend. Ich gebe der Serie sicherlich noch ein bisschen Zeit, aber längerfristig müsste sie noch ein wenig die Zügel anziehen.
Starkiller said, [Offical comment]
April 1, 2007 at 02:20
also Goldblum in Jurrasic Park hat bei eigentlich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, ich bin eher zur Zeit von The Fly mit ihm gross geworden, das war 7 Jahre vorher.
Was Raines angeht, stimme ich aber zu, die müssen langsam mal anziehen.