12.05.2007
X-Files – 2×20 – Humbug
Humbug ist eines dieser Wörter, die auch im englischen verwendet werden, was ich natürlich schon mal direkt interessant finde. Leider sind deutsche Serientitel kein Garant für eine gute Folge, aber hier ist das anders.
Am Anfang gibt es die klassische Perspektive eines “Kinderkillers”, der zwei kleine Kinder beim Schwimmen beobachtet und dann auch anschliessend in das Becken taucht. Dabei handelt es sich allerdings um den Vater der beiden, der nur deshalb etwas merkwürdig aussieht, weil er an an der seltenen Hautkrankheit Ichthyose leidet (Wikipedia, Google-Bilder).
Er schickt die Kinder ins Bett und wird dann selbst Opfer eines richtigen Mörders. Bei der anschliessenden Beerdigung sitzen nur merkwürdige Leute vor Ort. Der Priester hat keine Arme (und blättert mit den Zehen um) und unter dem Sarg klopft es auf einmal und einer buddelt sich aus der Erde wieder raus: Ein Entfesslungskünstler und Blockhead.
Was dann folgt ist ein typisches Szenario einer Folge X-Files: Diese Mordserie findet natürlich in einer Kleinstadt statt, die einen hohen Anteil von “Zirkusfreaks” besitzt. Dort begegnen die beiden bei ihren Untersuchungen einem Haufen merkwürdiger Leute.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz in dieser Folge. Als Scully und Mulder im lokalen Hotel einchecken, fragen sie den kleinwüchsigen Pförtner ganz unverbindlich, ob er wohl auch mal im Zircus gearbeitet hätte.

Dieser ist ganz erbost, zeigt sein Abschluss in Hotelmanagement und reduziert Mulder aufgrund seiner Krawatte und seines Aussehens auf einen FBI-Agenten und fragt, ob ihm das so passen würde. Nach dem Zücken des Dienstausweises und einem Lachanfall meinerseits ist die Konversation ziemlich schnell beendet.
Die zweite lustige Szene ist, als sich Scully und einer dieser “Freaks” mit einem Anhängsel (einer Art siamesischem Zwilling) im Bademantel begegnen. Beide haben sich jedoch nur flüchtig angezogen, so dass er auf ihren Ausschnitt starrt und sie auf sein Anhängsel. Beiden ist das Betrachten und das betrachtet werden unagenehm und so ziehen beide den Bademantel enger zu.
The investigation isn’t going too well, is it?
Ein durchaus interessante Folge. Die Geschichte “Serienmörder” durchaus mal gut verpackt. Ich bin gut unterhalten worden. Das Ende hat mir auch gefallen. Ich denke, dass ist einer der wirklich guten Folgen von X-Files, die man auch mal der Freundin zeigen kann. Wobei hier noch der Vorteil ist, dass es eine abgeschlossene Folge ist, man also kein Verschwörungslexikon bereithalten muß.
Schlagwörter: Empfehlenswert, serienmoerder, staffel-2, X-Files
Anubiz said,
Mai 12, 2007 at 17:48
jo, das is eine der folgen, die man nich mehr vergißt
Starkiller said, [Offical comment]
Mai 12, 2007 at 20:17
Klingt nach einer guten Folge, und das beste, ich kann mich gar nicht daran erinnern sie gesehen zu haben, werde sie also noch genießen können.
Nur ein klitzekleiner Hinweis, das Wort “Humbug” ist ein englisches Lehnwort, die kennen das also schon ein bisschen länger als wir.
Epstacy » X-Files - Überblick für die zweite DVD-Staffel said,
Juni 20, 2007 at 10:39
[...] wird dann (zum zweiten Male geklärt), ob Scully schluckt oder spuckt. In der Folge Humbug steckt sich sich einen Käfer in den Mund. Um es kurz zu machen: Der Käfer ist echt, sie zerkaut [...]