08.07.2007
X-Files – 3×04 – Clyde Bruckman’s Final Repose
Der Preis für die (bisher) lustigste Folge X-Files geht an… *trommelwirbel*… diese Folge.
Ich sollte dazusagen, dass diese Lustigkeit durchaus gewollt ist. Die Folge ist also freiwillig komisch.
Worum geht’s?
Am Anfang kauft der lustige Rentner, Hellseher und Versicherungsvertreter Mr. Bruckman ein übernatürliches Magazin namens “Midnight Inquisitor” und begegnet unwissend draußen einem Serienkiller, der das Leben von Hellsehern unvorhergesehen beendet. Wer hier Ironie wittert, liegt genau richtig und das zieht sich durch die komplette Folge durch.
Dieser Mörder bucht also Sitzungen und fragt, ob der Hellseher wissen würde, was nun passieren wird.
Die Polizei ist so verzweifelt, dass sogar ein “richtiger” Hellseher namens Yappi, an den Tatort gebracht wird, der den Mörder finden soll. Dieser (Achtung Ironie!) schmeißt allerdings Mulder wegen Verbreitung negativer Energien aus dem Zimmer. Bei den Ermittlungen geraten Scully und Mulder jedoch “zufällig” an Mr. Bruckman, der sein Leben mehr schlecht als recht mit dem Verkauf von Lebensversicherungen verdient und genau weiß, wann die Leute sterben. (Nebenbei spielt er übrigens ziemlich erfolglos Lotto.)
Detailliert kann er die Kerndaten eines Verdächtigen vorhersagen, nur um seine hellseherischen Fähigkeiten im nächsten Satz damit zu entlarven, dass er das nur weiß, weil er demjenigen letzten Monat eine Versicherung verkauft hat.
Ebenso detailliert, schildert er eine zukünftige “Bettgeschichte” mit Scully, die natürlich anders kommt, als man denkt. Ein weiteres Mal erzählt er Details über den Killer, nur um damit rüberzurücken, dass dieser ihm einen Brief geschrieben hat. Ich mag es, wenn ich auf überraschende Weise veralbert werde.
So singt Mr. Bruckman natürlich den Song That’ll Be the Day, der im Original von Buddy Holly kommt, der ja später… aber das wisst ihr bestimmt alles selber. Der Name fällt übrigens in der Folge öfters.
Unabhängig vom X-Files Zyklus und seiner Geschichte, ist dies eine sehr interessante, lustige und einfallsreiche Story, die bewusst einige Dinge aufs Korn nimmt.
Auch die Schicksalsfäden des Mörders und des Hellsehers führen am Ende wieder zusammen:

Da vergebe ich doch glatt mal ein Epstacy für. Der außergewöhnliche geekige Humor ist es mir wert.
Schlagwörter: Epstacy, hellseher, staffel-3, X-Files