29.05.2007
Posted in X-Files at 10:30 by Fuzz
“Wer mit der Antimatierie spielt, kommt darin um.”, das hat sogar schon meine Oma immer zur mir gesagt. Aber Darsteller von X-Files, haben mit sowas natürlich nichts am Hut.
Dr. Banton von “Polarity Magnetics” kennt meine Oma definitiv nicht. Nur so läßt es sich erklären, das nach einem kleinen Unfall sein Schatten antimateriell reagiert. Wenn also lebende Dinge (warum nicht auch tote?) in seinen Schatten kommen, machen diese Zip und “fallen” in den Schatten hinein.
Getrieben von der Angst weitere Unschuldige zu töten, verbringt er seine Zeit auf dem Bahnhof. Das dortige diffuse Dicht (damit die Aliteration über 4 Wörter geht) verhindert den Schattenwurf und damit den Exodus seiner Umgebung. Scully und Mulder spüren ihn mit Hilfe der Videoüberwachung am Bahnhof trotzdem auf und verfolgen ihn anhand des erkannten Logos auf der Jacke zu seinem Arbeitgeber zurück. (Geile Auflösung dieser Kamera, Analog ist doch einfach besser als digital!)
Dead men can’t keep promises
Man erwischt ihn schliesslich, steckt ihn in die Gummizelle, Mulder trifft sich mit Mr.X und will mehr wissen. Dieser will ihm nicht helfen, holt den Gefangenen in einer Nacht-und-Stromausfall-Aktion ab. Das geht jedoch schief und so ist Dr. Banton wieder auf der Flucht. Es zieht ihn natürlich wieder in sein Labor, damit er seine Experimente korrigieren kann.
Aber das ändert nichts daran, dass er am Ende gefasst wird und den Rest seines Lebens als Laborratte für $GEHEIMORGANISATION verbringen darf.
Wieder eine Folge mit emotionalem Touch. Die bearbeitende FBI-Agentin ist eine Ex-Studentin von Scully und kommt während des Falls auch noch um. Eine Massnahme, die getroffen werden mußte, um die dünne Story doch noch auf die 45 Minuten aufzubohren.
Eine eher schwache Folge. Dr. Banton spielt seine Rolle zwar ziemlich gut, aber da hätte man ein wenig mehr draus machen können.
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28.05.2007
Posted in X-Files at 10:00 by Fuzz
Ich muss es einfach mal loswerden. Wenn man einen Kadaver oder eine Tierleiche findet, die pulsierende, rötliche, ca. 5 cm im Durchmesser große, pulsierende, eitrige und pulsierende Blasen haben, dann sollte man die nicht untersuchen, wenn man nicht ausreichend geschützt ist.
Das sollte sich jeder Forscher wirklich mal hinter die Löffel schreiben. Solche pulsierende Blasen, also Blasen, die pulsieren, können nämlich auch mal explodieren, was immerhin das pulsieren beendet.
Eine Folge, die so anfängt muss in der Tat gut sein. Gute Folgen, fangen auch mit Ereignissen an, die durch ein absurdes anderes Ereignis miteinander verbunden werden.
Während der Forscher im Urwald kurz nach der Kontamination dahinsiecht, bekommt ein Gefangener etwas später ein Paket zugestellt. Darin befindet sich ein Stück Tierkadaver, welches ebenfalls kontaminiert ist.
Die “Beulenpest” bricht in dem Gefägnis aus und 2 Gefangene können sogar kontaminiert fliehen. (Zusammen mit der Dreckswäsche schaffen sie ihre Flucht, wie klassisch.)
The guards don’t watch enough prison movies.
Es kann sich hier also herrlich ein klassisches Gefangenendilemma (Sorry for that!) entwickeln. Sie laufen weg, klauen sich ein Auto, hinterlassen eine Spur von Toten und Verletzten und immer wenn es langweilig wird, platzt wieder eine dieser pulsierenden Blasen.
Das ganze Gefängnis steht natürlich unter Quarantäne, die wiederum von Pinck Pharmaceuticals angezettelt worden ist. Diese wird allerdings vom dunklen Hintermännern geschützt.
Das ganze endet mit einem Geiseldrama…
…und ohne Beweise. Wie immer. Sehr gut, bitte mehr davon. Mehr Fragen und weniger Antworten. Aber mal im Ernst, ich bin gut unterhalten worden, was natürlich in der Natur der Sache liegt. Auch 24 zehrte eine Staffel lang von einem Virus, der sich ausbreitete, dann sollte das für eine Folge locker an Dynamik reichen. Hier hat es das!
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19.05.2007
Posted in X-Files at 14:14 by Fuzz
Schon in X-Files – 1×22 – Born Again erwähnte ich, dass die Kombination Kinder-In-Serien nicht immer gut ist.
Auch in dieser Folge habe ich mir diese Frage ziemlich am Anfang gestellt. Der kleine Charlie hat einen Zwillingsbruder, der bei der Geburt gestorben ist. Seitdem terrorisiert dieser seine Umwelt. Der Bodycount ist beträchtlich:
- Sein kleines Geschwisterchen wird von einer Lokomotive im Spielzeugpark überfahren
- Sein Vater hängt sich mit der Krawatte in der Garagenautomatik auf.
- Seine Oma wird bei einem bizarrem Ritual mit Hühnern tot aufgefunden.
Mit anderen Worten: eine rundum gesunde Familie.
Die Folge ist ähnlich inspirationslos wie diese Rezension, was daran liegt, dass die zugrundeliegende Story einfach nicht besonders toll ist. Als die Zwillinge geboren wurden und direkt einer dabei starb, kam es dazu, dass die beiden Seelen nicht getrennt wurden. Das bringt dann das Böse in die Welt. Alles klar!
Da nützt es auch nichts, dass extra ein Exorzistenspezialistenteam aus Rumänien eingeflogen wird. Die Mutter stammt nämlich aus Rumänien und hat bei dem Umzug in die USA ihren Glauben an die spirituelle Welt abgelegt. Zusammen mit Mulder wird dann in einem Krankenbett der Teufel ausgetrieben, während Scully sich genau mit diesem Geistteufel in einem anderen Raum befindet.
Das Murmeln von Beschwörungen in rumänisch klingt für Amerikaner wahrscheinlich ähnlich abgedreht wie das Beten in Latein, aber ich fand das eben nicht besonders spannend. Ich hatte das Gefühl, das das Storyelement “Rumänien” hier einfach dazu erdacht wurde, damit die Folge nicht normalgewöhnlich daherkommt.
Das war Durchschnitt.
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12.05.2007
Posted in X-Files at 13:46 by Fuzz
Humbug ist eines dieser Wörter, die auch im englischen verwendet werden, was ich natürlich schon mal direkt interessant finde. Leider sind deutsche Serientitel kein Garant für eine gute Folge, aber hier ist das anders.
Am Anfang gibt es die klassische Perspektive eines “Kinderkillers”, der zwei kleine Kinder beim Schwimmen beobachtet und dann auch anschliessend in das Becken taucht. Dabei handelt es sich allerdings um den Vater der beiden, der nur deshalb etwas merkwürdig aussieht, weil er an an der seltenen Hautkrankheit Ichthyose leidet (Wikipedia, Google-Bilder).
Er schickt die Kinder ins Bett und wird dann selbst Opfer eines richtigen Mörders. Bei der anschliessenden Beerdigung sitzen nur merkwürdige Leute vor Ort. Der Priester hat keine Arme (und blättert mit den Zehen um) und unter dem Sarg klopft es auf einmal und einer buddelt sich aus der Erde wieder raus: Ein Entfesslungskünstler und Blockhead.
Was dann folgt ist ein typisches Szenario einer Folge X-Files: Diese Mordserie findet natürlich in einer Kleinstadt statt, die einen hohen Anteil von “Zirkusfreaks” besitzt. Dort begegnen die beiden bei ihren Untersuchungen einem Haufen merkwürdiger Leute.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz in dieser Folge. Als Scully und Mulder im lokalen Hotel einchecken, fragen sie den kleinwüchsigen Pförtner ganz unverbindlich, ob er wohl auch mal im Zircus gearbeitet hätte.
Dieser ist ganz erbost, zeigt sein Abschluss in Hotelmanagement und reduziert Mulder aufgrund seiner Krawatte und seines Aussehens auf einen FBI-Agenten und fragt, ob ihm das so passen würde. Nach dem Zücken des Dienstausweises und einem Lachanfall meinerseits ist die Konversation ziemlich schnell beendet.
Die zweite lustige Szene ist, als sich Scully und einer dieser “Freaks” mit einem Anhängsel (einer Art siamesischem Zwilling) im Bademantel begegnen. Beide haben sich jedoch nur flüchtig angezogen, so dass er auf ihren Ausschnitt starrt und sie auf sein Anhängsel. Beiden ist das Betrachten und das betrachtet werden unagenehm und so ziehen beide den Bademantel enger zu.
The investigation isn’t going too well, is it?
Ein durchaus interessante Folge. Die Geschichte “Serienmörder” durchaus mal gut verpackt. Ich bin gut unterhalten worden. Das Ende hat mir auch gefallen. Ich denke, dass ist einer der wirklich guten Folgen von X-Files, die man auch mal der Freundin zeigen kann. Wobei hier noch der Vorteil ist, dass es eine abgeschlossene Folge ist, man also kein Verschwörungslexikon bereithalten muß.
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09.04.2007
Posted in X-Files at 11:31 by Fuzz
Scully und Mulder gehen dem Fall eines verwundenen Schlachtschiffes nach. Dieses ist irgendwo vor der Nordseeküste verloren gegangen. Einige der Crewmitglieder konnten sich jedoch mit einem Beiboot absetzen. Diese Fahrt überlebt dagegen nur einer, der dabei auch noch um 50 Jahre altert. Das ist ein Fall für Scully und Mulder.
Als man versucht einen Kapitän anzuheuern, der einen an die letzte bekannte Position bringt, stellt man fest, dass sehr viele Leute Angst haben. Nur Henry Trondheim nicht, der nimmt jeden mit. Sozusagen der Han Solo des europäischen Nordmeeres. (Die Verhandlungsszene hat mich wirklich daran erinnert, isch schwör!)
An evil god. They worship it by… stain’ away.
Man findet den Kutter tatsächlich und die Beschreibung Kutter schmeichelt dem Kahn noch. Überall Rost, nichts funktioniert und dann noch diese ubiquitäre fiese Salzkruste, was sogar die Leichen der ehemaligen Besatzung nicht ausschließt.
Kurz nach der Ankunft wird das eigene Schiff gestohlen(!) und man ist auf dem Kutter gefangen. Der 1. Matt wird ermordet und da sich alle drei im selben Raum befanden, muß wohl noch jemand auf diesem Wrack sein. Man findet ebenfalls den gealterten Kapitän, der jedoch nur schwer ein Glas heben kann, geschweige jemanden umbringen kann.
Das war ein anderer Norweger und Pirat zugleich, quasi der Jack Sparrow des europäischen Nordmeeres. Dieser hat das Wrack (zusammen mit seiner Besatzung) geentert und wollte es in Besitz nehmen. Aus nicht geklärtem Grunde kam man jedoch auch nicht mehr weg. Also klaute man das Schiff von Scully und Mulder und liess Jack Sparrow wohl zurück. (Aus nicht erklärten Gründen.)
Nach einer Nacht mit dem gefesselten Jack ist man nun wieder zu viert und man fragt sich am nächsten Morgen, warum dieser nicht wie anderen gealtert ist.
Als Grund dafür erkennen Scully und Mulder schliesslich, dass man nur das Wasser des Recyclingsystems trinken muß. (Sprich, man muß aus der Toilette trinken.)
Während die beiden auf Forschungsreise sind, will Jack das Geheimnis ewiger Jugend verraten. Als Gegenleistung dafür möchte er seine Freiheit haben und er verspricht, dass er in der Folge nicht mehr auftauchen wird. Da schlägt Henry zu, befreit Jack und schliesst sich kurze Zeit später im Raum mit dem Recyclingbehälter ein. (Jack taucht in dieser Folge tatsächlich nicht mehr auf. (Aus nicht erklärten Gründen.))
Da der Rumpf des Schiffes langsam brüchig wird, ertrinkt Henry dort allerdings auch.
Aufgrund fortschreitender Dehydrierung verlieren Scully und Mulder das Bewußtsein und dann kommt es zu einem Deus-Ex-Machina. Da Mulder vor dem Aufbruch einen Nachsendeantrag beim FBI ausgefüllt hat, wissen diese, wo sie zu suchen haben und retten sie. Man bringt sie ins Krankenhaus, der Kahn sinkt und die Folge ist aus. Weitere Erklärungen gibt es nicht.
Das Szenario auf dem Schiff, wo nichts funktioniert und sich alle immer mit Taschenlampen ins Gesicht leuchten, würde tatsächlich für 3-4 B-Movies und mindestens 5 Pen&Paper-Rollenspielabende reichen. Aber reicht es auch für eine Folge X-Files? Aufgrund der paar Ungereimheiten (Wohin verschwindet Jack?) und des einfachen Endes kann ich hier nur ein ‘bedingt’ vergeben. Da nützt es auch wenig, dass das Wort “Ufo” in der Folge fällt.
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26.03.2007
Posted in X-Files at 10:53 by Fuzz
Nach der letzten guten Doppelfolge von X-Files geht es nun wieder mit der Qualität nach unten.
Aber mal der Reihe nach.
Aus einem Zoo verschwinden Tiere, diese tauchen unsichtbar(!) in der Stadt auf und randalieren. Die lokale Tierschutzgruppe WAO (Wild Again Organisation, eine nicht existente Tierschutzorganisation) wird beschuldigt, daran beteiligt zu sein.
Wenn die Tiere wieder auftauchen, stellt man fest, dass diese schwanger sind, was wiederrum im krassen Gegensatz zu der bisherigen Schwangerschaftsrate des Zoos von 0% steht. Die Tiere selber verschwinden mitten in der Nacht bei grellem Licht, womit ganz klar für Mulder bewiesen ist: Das waren UFOs. Er vermutet, dass diese so eine Art Arche Noah Projekt durchführen.
Zusätzlich zu dem militanten Tierschützer der WAO, gibt es einen Gorilla mit Gebärdensprache, einen fiesen Tierwärter, eine langweilige Gorillawächterin und jede Menge sonstige Langweile.
Ein wirklich öde Folge wird einem hier in den 45 Minuten präsentiert, dass man immer wieder auf die Uhr schaut. Die Charaktere sind alle so klischeehaft wie ein Schuh beim Angeln und die Story ist ziemlich (man verzeihe es mir das Wortspiel angesichts der Folge) “fruchtlos”.
Der Storyteil von Mulder, dass die UFOs eine künstliche Besamung der Tiere durchführen, wirkt ziemlich drangepflantscht. Aber ohne diesen Teil wäre die Folge definitiv grottig.
Langatmig und langweilig, ich war froh, als es vorbei war.
PS: Der Titel der Folge darf mir gerne erklärt werden. Warum heißt die so?
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13.03.2007
Posted in X-Files at 09:49 by Fuzz
Die Strafe für das verstreichen lassen von zuviel Zeit zwischen Schauen und dem Drüberschreiben ist nochmal schauen. Diese Regel ist mir und meinem Gehirn bekannt, aber trotzdem haben wir beide darüber Verständigungsprobleme.
I’m your sister fox, you have to trust me.
Dieser total abstruse Plot aus der letzten Folge wird einfach noch viel abstruser.
Da Scully vom (außeridischen) Doppelgänger entführt wird, kommt wenig später ein Anruf von ihr. Scully soll gegen die Schwester von Mulder ausgetauscht werden. Die Schwester ist damit sogar einverstanden.
Bei der Übergabe stürzen Samantha und der Enführer nach dem Versuch eines finalen Rettungsschusses in die Fluten. Das ist natürlich tragisch, da Mulder nun seine Schwester wieder verloren hat. Und direkt danach hat er die undankbare Aufgabe diese Nachricht seinem Vater beizubringen.
In einer posthumen Botschaft von seiner Schwester bekommt Mulder eine Zugangskarte für eine “Women’s Health Services Clinic” zugestellt. Gleichzeitig wird ihr ein toter Frauenkörper aus dem Fluß gezogen. Während dieser sich dann im Krankenwagen in Minzduft auflöst, fährt Mulder zu dieser Klinik. Natürlich ist das nicht wirklich seine Schwester, sondern irgendeine komische Sorte von Clone. In der Klinik tauchen dann mehrere davon auf. Wie irritierend: erst keine Schwester und dann direkt 4 bis 5 auf einmal.
Den Rest kennt man ja: der Eispickelmann taucht auf, das Labor und die eventuell vorhanden Spuren gehen in Flammen auf und die Folge ist zuende. Ups… der DVD-Player zeigt erst 23:00. Neh, das muss noch was kommen.
Damit der Bogen zum Anfang der Folge gespannt werden kann, begibt Mulder sich zum U-Boot, welches in der Beaufortsee das Schiff des Eispickelmörders entdeckte, bei einem Angriff jedoch lahmgelegt worden ist. Dumm gelaufen.
Als Mulder dort ankommt, sind alle tot, bis auf einen… der Doppelgänger und Meister im Führen von Eispickel. Nach einem kurzen Tanz in Handschellen, beantwortet er die Frage, wo seine Schwester ist, mit der schlimmsten aller Antworten: “She’s alive”. Das ist die Antwort, die noch viele spannende Folgen verspricht.
Dann schmeisst er Mulder raus, schliesst das U-Boot kurz und schwimmt taucht fährt weg.
Okay… ich lasse das mal kurz auf mich wirken… ommmmh… oooommmmh… Beide Folgen waren gut (die erste war ein wenig besser als die zweite) und insgesamt gesehen, waren beide wohl das, was die X-Files eigentlich ausmachen sollte. Wirre Verschwörungstheorien, abgedrehte Plots, Außerirdische, Referenzen auf altes Vergangenes (seine verschwundene Schwester, die wieder auftaucht) und potentielle Referenzen sind hier vorhanden. Einiges davon wird uns wahrscheinlich demnächst wieder um die Ohren gehauen.
Es bleibt ein Empfehlenswert für diese Folge.
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12.03.2007
Posted in X-Files at 12:55 by Fuzz
Mulder muss ganz fieses Zeug im Tee im haben. Wahrscheinlich fühlt er sich gerade so.
Der Fall beginnt ganz harmlos mit ein paar Zeitungsanzeigen, der er zugeschickt bekommt. Drei verschiedene Leute sind bei einem Brand ums Leben gekommen. Bei seinen Recherchen stellt sich raus, dass alle drei Leute gleich aussehen. Natürlich sind es keine Drillinge, zumindest keine natürlichen.
Als sich dann auch noch ein CIA-Agent meldet und eine unglaubliche Geschichte von sich gibt, schlagen alle Verschwörungsregister Alarm. Zu den Zeiten des kalten Krieges wurden diese Clone in Amerika stationiert und sollten im Kriegsfall die Infrastruktur entscheidend schwächen. Diese sogenannten “Gregors” werden nun von einem Killer wieder aus dem System entfernt und das mit Wissen und Genehmigung des Staates. Dieser Killer war es auch, der in der Folge The Erlenmeyer Flask Deep Throat erschossen hat.
Dieser rennt mit einem Spring-Eispickel durch die Gegend und mordet diese Clone nun dahin. Übrig bleibt eine grüne Brühe, die einem Löcher in die neuen Schuhe frisst. Was für eine Tragödie für Scully, so als Frau jetzt.
Den Rest der Zeit versuchen sie die restlichen Clone auszuspüren, was nicht ganz einfach ist. Der CIA-Agent ist wahrscheinlich der Killer selber, der nicht nur elegant mit dem Eispickel umzugehen vermag, sondern auch noch Gestaltwandler ist. Die Clone wiederrum können dafür aus dem 5. Stock springen und anschliessend noch die Flucht ergreifen. Aber gegen Eispickel scheinen die wohl machtlos zu sein.
Mulder wird bei seiner Arbeit abgelenkt, als seine Schwester wieder auftaucht. Sie wuchs bei einer Pflegefamilie auf und erst durch Hypnose wurden ihre früheren Erinnerungen an die Entführung wieder ans Licht gebracht.
Die Zeit bis zum Schluß verbringen Scully und Mulder mit Anrufpingpong. Die Folge endet damit, dass Mulder sie endlich in ihrem Hotel aufsucht und sich Mulder gleichzeitig telefonisch meldet. Eine klassischer Cliffhanger.
Eine Folge dieser Qualität war auch mal wieder dringend nötig. Ich bin begeistert. Der Bodycount ist hoch, die Überraschungen auch, es gibt alte Bekannte mit neuen Fähigkeiten zu sehen. Was will man mehr? Ich bin direkt mal die zweite Folge schauen.
PS: Ein kleine Randanekdote habe ich allerdings noch: Wenn man eine Klinik verwüsten will, reicht es, wenn man den Deckel des Sicherungskasten (oder Verteilers) mit Gewalt runterreißt. Dann entsteht eine kleine Explosion aus der dann ein Feuer hervorgeht. Super!

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20.01.2007
Posted in X-Files at 10:54 by Fuzz
“Die Hand Die Verletzt”, so der O-Titel der Folge, klang total super. Deutsche Titel klingen immer so böse und nichts ist besser, als wenn Amerikaner versuchen Deutsch zu sprechen. Deshabe habe ich mich auf diese Folge besonders gefreut.
Schon nach ca. 5 Minuten hatte ich ein Déjà-vu nach dem anderen. Ich konnte mich erinnern, diese Folge schon einmal gesehen zu haben.
Ob das wohl ein gutes Zeichen ist?
In einem kleinem Wäldchen nahe einer kleinen Kleinstadt gehen zwei Jungs mit zwei Mädels in den Wald um Pilze zu sammeln den Teufel zu beschwören. In Wirklichkeit will man den Mädels aber Angst einjagen, damit diese sich in einer emotionalen schwachen Phase an die Jungs klammern und man sich so näherkommt. Ein wahrhaft toller Plan. Und so unverbraucht.
Man stellt eine Kerze auf, lallt ein paar dumme Verse aus einem Buch der lokalen Bücherei und schon geht die Kerze aus. Man gerät in Panik und einer der Hobbyokkultisten stirbt an Ort und Stelle.
Man ruft das FBI (wieso eigentlich?) und es sieht tatsächlich nach einem Satansritual aus, zumal von diesem Ort im Wald sehr seltsame Geschichte erzählt werden. Passend regnet es beim Ortstermin auch ein paar Kröten vom Himmel.
Als dann auch noch das Wasser (auf der Nordhalbkugel) im Gegenuhrzeigersinn abläuft ist klar, hier sind schlechte Drehbuchschreiber am Werk bzw. Okkultisten in der Kleinstadt.
Mulder sagt wörtlich: “It’s going gown the drain counterclockwise. Coriolis force in the northern hemisphere dictates it should go down clockwise.”Das ist tatsächlich auf 2 Ebenen falsch.
Die englische Wikipedia sagt: “…if the plug is extracted ever so slowly so as not to introduce any additional vorticity, then the tub will empty with a counterclockwise swirl in England.” und die deutsche Wikipedia bestätigt das: “Wird der Abfluss geöffnet, soll sich der entstehende Strudel auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn bewegen, auf der Südhalbkugel entsprechend mit dem Uhrzeigersinn…” Auf der Nordhalbkugel sollte also das Wasser im Gegenuhrzeigersinn ablaufen. Was es in dieser Folge auch tut, aber eigentlich nicht tun soll, weil da ja Satanisten sind.
Und davon abgesehen ist die Corioliskraft viel zu schwach um bei einem solchen Trinkbecken den Ablauf zu beinflussen.

Sehr schön zu sehen, wie sich hier Halbwissen ausbreiten kann.
Die Folge selber ist schwach, das Geständnis der Schülerin dauert gefühlt eine halbe Stunde und am Ende ist total unklar, warum die Hexenmeisterin diesen ganzen Aufwand getrieben hat. Das ist doch sehr unbefriedigend. Der Titel der Folge kommt nur kurz im Hexengebet vor und das war es auch schon. Die mangelhafte Physik tut ihr übriges dazu: Bedingt.
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08.01.2007
Posted in X-Files at 10:36 by Fuzz
X-Files kann manchmal auch verwirrend und spannend sein. In dieser Folge ist das nämlich der Fall.
Die Polizistin BJ hat drei Probleme:
- Sie ist schwanger und der Vater ist einer ihrer verheirateten Kollegen.
- Sie hat nächtliche Visionen, die allerdings zur Entdeckung von Leichen aus dem Jahre 1942 führen.
- Ihr Polizeirevier hat mit Morden zu tun, wo den Opfern das Wort “Sister” auf die Brust eingeritzt wird. Mit einer Rasierklinge.
X-Files wäre natürlich nicht X-Files, wenn diese drei Probleme nicht irgendwie miteinander zu tun hätten.
Ob die Folge spannend war, kann ich im leider nicht mehr beurteilen, mein Gehirn hat diese Folge jedenfalls spannend gemacht, weil es ständig nach der Verbindung zwischen diesen 3 Dingen gesucht.
Here we go:
1942 werden mehrere Frauen umgebracht und man ritzt ihnen “Sister” auf die Brust. Außerdem werden Sie auch noch vergewaltigt. In dieser Zeit verschwinden auch die beiden Polizisten, die damals an dem Fall gearbeitet haben.
1945 kommt ein weiterer Fall hinzu. Die Frau überlebt allerdings und der Täter Cokely wird eingebuchtet. Der Polizei stellt keine Verbindung zu den früheren Verbrechen her, so dass der Täter inzwischen auf freiem Fuß ist. Er stellt allerdings mit seinen 77 Jahren und seiner klappriger Gesundheit keine Bedrohung mehr dar.
In der Jetztzeit finden wieder Morde nach dem gleichem Schema statt. Außerdem spürt BJ den “Aufenthaltsort” der beiden Polizisten auf, die 1942 verschwunden sind.
Die Verbindung sieht so aus: Das Böse ist von Cokely weitergegeben worden. Bei der überlebenden Frau aus dem Jahr 1945 entsteht bei der Vergewaltigung eine Schwangerschaft. Sie gibt das Kind jedoch weg, welches später Polizist wird. Dieser Polizist “bekommt” später eine Tochter: BJ.
So erklärt man auch das Gedächtnis und die seltsamen Visionen von BJ. Als Nachfahrin des Mörders hat sie Teile seines Gedächtnis über die DNA geerbt. Das ist unter dem Begriff Racial/genetic memory bekannt und ist natürlich höchst umstritten. Die Vermutung ist, dass Teile der DNA, von der man denkt, dass sie keine Funktion hat, solche Informationen transportiert. So klingen also Verschwörungstheorien im medizinischen Bereich.
Eine sehr spannende Folge, nicht zuletzt durch den Mindfuck am Ende, dass die Polizistin selber der Mörder ist. Am Ende ähneln nicht nur ihre Taten ihrem Opa, sondern sie sieht ihm auch immer ähnlicher, weil sie auch seinen Ausschlag geerbt hat.

X-Files-Typisch landet sie am Ende im Knast und kann so ihre Gene durch die Schwangerschaft auch weitergeben. Die Geschichte hat also ein offenes Ende.
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