30.12.2006
X-Files – 2×10 – Red Museum
X-Files kann auch richtig kreativ sein. Diese Folge fängt in einer Rinderschlachterei an. Es ist gerade kurz-vor-Feierabend und alle packen ihre Sachen.
Eine Arbeiterin dieser Anlage wird mit der Kamera nach Hause begleitet und zieht sich dort vor dem Spiegel um und wird von jemandem hinter dem Spiegel beobachtet. (1 Punkt.)
Ihr Sohn bekommt einen Anruf, geht vor die Türe und ward nicht mehr gesehen. 12 Stunden später läuft er einer Polizeistreife halbnackt über den Weg und hat auf dem Rücken “He the one” stehen. (1 Punkt.)
Natürlich ist das nicht der einzige Fall von halbnackter Alphabetisierungskampagne und so müssen Scully und Mulder hier eingreifen.
Das Kaff lebt – wie der Anfang schon andeutet – von der Rinderzucht und -schlachtung. Allerdings hat sich eine Gegenbewegung organsiert. Leute mit einem rotem Turban reden vom Frieden und wollen die Kühe retten. Hier ein Bild der täglichen Mitgliederversammlung (1 Punkt).

Mulder vermutet einen Zusammenhang zwischen dieser Gruppe und einer Form Seelenwanderung, das würde die Verwirrtheit der aufgefundenen Menschen erklären. Aber es wird noch viel bizarrer.
Da die Opfer eine Opiumderivat im Blut hatten und nur Ärzte an einen solchen Stoff kommen, vermutet man, dass der Anführer (namens Odin) und ehemaliger Arzt der obigen Gruppe da seine Hände im Spiel haben könnte.
Hat er aber nicht.
Ein ehemaliger Farmer zeigt, wo das Problem liegt. Das Geschäft hat sich verändert, die Kühe werden inzwischen mit Hormonen aufgepumpt und dieses gelangt über die Nahrungskette zum Menschen und verändert so das Verhalten. Letztes Jahr gab es sieben Vergwaltigungen ausgeführt von Schülern.
(1 Punkt.)
Ein Flugzeugabsturz bizarriert (Verb von bizarr) die Lage weiter. An Bord befindet sich der Arzt, der alle Kinder, die nackt durch den Wald laufen in der Kindheit mit “Vitamin”spritzen behandelt hat. Muß ich erwähnen, dass diese Kinder nie krank geworden sind? (1 Punkt).
Als auf einmal ein Killer auftaucht und den Tierarzt umbringt und einer der Jungen auch mit einer Kugel im Kopf aufgefunden wird, spitzen sich die Ereignisse weiter zu. Scully erkennt den Killer, als den Mörder von Deep Throat (Folge: X-Files – 1×24 – The Erlenmeyer Flask) wieder. (1 Punkt) Das macht die Sache natürlich brisant.
And Scully… I want this guy alive
Aber die Referenzen an diese Folge hören hiermit nicht auf: Man stellt auch noch fest, dass die injizierte Substanz (sowohl bei den Kühen als auch bei den Jungen) derjenigen ähnelt, die man im Erlenmeyer Kolben fand: Außerirdische DNA. (1 Punkt)
Die Verdachtsmomente erhärten sich: Die Regierung (oder wer auch immer) hat hier einen großen Feldversuch gestartet hat und die Rotturbane als Kontrollgruppe in den Ort geschleust um das Experiment wissenschaftlicher zu gestalten. (1 weiterer Punkt.) Das ist mal abgedreht. Der Lustmolch hinter dem Spiegel vom Anfang der Folge hat mit dem ganzen nur am Rande zu tun. (1 Punkt.)
Damit die zehn voll wird, muss man während der Folge mal auf das eingespielte Sample achten. Immer wenn es schummrig oder spannend wird, erklingt so ein Synthi-Sample im Hintergrund. Very intense.
Zum Schluß wird der Killer natürlich umgebracht, das sind wir natürlich schon gewohnt, stört aber hier überhaupt nicht, weil diese Folge spannend, interessant, aufregend und insgesamt 10 von 10 Punkten auf der X-Files Skala hat. Der Bezug zu den anderen Folgen ist quasi das Salz in der Suppe.
Erwähnenswert ist auch, dass ich am Anfang auf der völlig falschen Fährte war. Ich hatte vermutet der Typ hinter dem Spiegel wäre das Hauptthema dieser Folge, aber es kam dann doch völlig anders.
Trotz des Fehlens von UFOs: very epstacy.
PS: Nebenbei werden noch Begriffe wie NCIC und Walk-ins erwähnt.
Schlagwörter:aliens, Deep-Throat, Epstacy, staffel-2, X-Files
