30.12.2006
Posted in Sneak Review at 10:52 by Fuzz
X-Files kann auch richtig kreativ sein. Diese Folge fängt in einer Rinderschlachterei an. Es ist gerade kurz-vor-Feierabend und alle packen ihre Sachen.
Eine Arbeiterin dieser Anlage wird mit der Kamera nach Hause begleitet und zieht sich dort vor dem Spiegel um und wird von jemandem hinter dem Spiegel beobachtet. (1 Punkt.)
Ihr Sohn bekommt einen Anruf, geht vor die Türe und ward nicht mehr gesehen. 12 Stunden später läuft er einer Polizeistreife halbnackt über den Weg und hat auf dem Rücken “He the one” stehen. (1 Punkt.)
Natürlich ist das nicht der einzige Fall von halbnackter Alphabetisierungskampagne und so müssen Scully und Mulder hier eingreifen.
Das Kaff lebt – wie der Anfang schon andeutet – von der Rinderzucht und -schlachtung. Allerdings hat sich eine Gegenbewegung organsiert. Leute mit einem rotem Turban reden vom Frieden und wollen die Kühe retten. Hier ein Bild der täglichen Mitgliederversammlung (1 Punkt).

Mulder vermutet einen Zusammenhang zwischen dieser Gruppe und einer Form Seelenwanderung, das würde die Verwirrtheit der aufgefundenen Menschen erklären. Aber es wird noch viel bizarrer.
Da die Opfer eine Opiumderivat im Blut hatten und nur Ärzte an einen solchen Stoff kommen, vermutet man, dass der Anführer (namens Odin) und ehemaliger Arzt der obigen Gruppe da seine Hände im Spiel haben könnte.
Hat er aber nicht.
Ein ehemaliger Farmer zeigt, wo das Problem liegt. Das Geschäft hat sich verändert, die Kühe werden inzwischen mit Hormonen aufgepumpt und dieses gelangt über die Nahrungskette zum Menschen und verändert so das Verhalten. Letztes Jahr gab es sieben Vergwaltigungen ausgeführt von Schülern.
(1 Punkt.)
Ein Flugzeugabsturz bizarriert (Verb von bizarr) die Lage weiter. An Bord befindet sich der Arzt, der alle Kinder, die nackt durch den Wald laufen in der Kindheit mit “Vitamin”spritzen behandelt hat. Muß ich erwähnen, dass diese Kinder nie krank geworden sind? (1 Punkt).
Als auf einmal ein Killer auftaucht und den Tierarzt umbringt und einer der Jungen auch mit einer Kugel im Kopf aufgefunden wird, spitzen sich die Ereignisse weiter zu. Scully erkennt den Killer, als den Mörder von Deep Throat (Folge: X-Files – 1×24 – The Erlenmeyer Flask) wieder. (1 Punkt) Das macht die Sache natürlich brisant.
And Scully… I want this guy alive
Aber die Referenzen an diese Folge hören hiermit nicht auf: Man stellt auch noch fest, dass die injizierte Substanz (sowohl bei den Kühen als auch bei den Jungen) derjenigen ähnelt, die man im Erlenmeyer Kolben fand: Außerirdische DNA. (1 Punkt)
Die Verdachtsmomente erhärten sich: Die Regierung (oder wer auch immer) hat hier einen großen Feldversuch gestartet hat und die Rotturbane als Kontrollgruppe in den Ort geschleust um das Experiment wissenschaftlicher zu gestalten. (1 weiterer Punkt.) Das ist mal abgedreht. Der Lustmolch hinter dem Spiegel vom Anfang der Folge hat mit dem ganzen nur am Rande zu tun. (1 Punkt.)
Damit die zehn voll wird, muss man während der Folge mal auf das eingespielte Sample achten. Immer wenn es schummrig oder spannend wird, erklingt so ein Synthi-Sample im Hintergrund. Very intense.
Zum Schluß wird der Killer natürlich umgebracht, das sind wir natürlich schon gewohnt, stört aber hier überhaupt nicht, weil diese Folge spannend, interessant, aufregend und insgesamt 10 von 10 Punkten auf der X-Files Skala hat. Der Bezug zu den anderen Folgen ist quasi das Salz in der Suppe.
Erwähnenswert ist auch, dass ich am Anfang auf der völlig falschen Fährte war. Ich hatte vermutet der Typ hinter dem Spiegel wäre das Hauptthema dieser Folge, aber es kam dann doch völlig anders.
Trotz des Fehlens von UFOs: very epstacy.
PS: Nebenbei werden noch Begriffe wie NCIC und Walk-ins erwähnt.
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04.11.2006
Posted in X-Files at 10:03 by Fuzz
Diese Folge mit dem so harmlosen Namen fängt ebenso harmlos an. Ein paar Streifenpolizisten verfolgen einen Flüchtigen und stellen ihn. Unerwartet leistet er aber fleissig Widerstand, flieht zu Fuß, haut ein paar Polizisten um, rennt trotz Schußverletzung weiter und springt in ein Hafenbecken. (Nicht ohne vorher grüne Blutspuren an Land zu hinterlassen.)
Während die Polizei eine Suchaktion startet, bekommt Mulder einen Anruf von Deep Throat und er solle doch mal Kanal 8 einschalten. Dort sieht er gerade die Nachrichten über den Vorfall, Deep Throat selber sagt dazu nichts weiter.
Scully und Mulder stellen den Halter des Fahrzeuges fest, es ist ein Professor, der sich mit dem menschlichem Erbgut beschäftigt. Als dieser plötzlich auch tot aufgefunden wird. wird der Fall erst richtig spannend.

If this is monkey pee, your’re on your own.
- Man findet eine Bakterienprobe bei ihm, die statt der 4 üblichen Nukleotide 6 hat. Das soll auf einen außerirdischen Ursprung hindeuten.
- Mulder findet in einem Lager ein paar Tanks, in denen Menschen gezüchtet werden.
- Der Flüchtige aus dem Hafenbecken hat die 3 Tage andauernde Suchaktion unter Wasser verbracht und stirbt später in Mulders Armen. Mulder wird in Gewahrsam genommen.
- Deep Throat bietet Scully an, dass ein Austauch stattfinden soll. Eine Gewebeprobe (“Tissue”) soll gegen Mulder eingetauscht werden. Wobei Gewebeprobe etwas euphemistisch ausgedrückt ist. Es handelt sich dabei um einen ganzen (Mini-)Außerirdischen. Bei diesem Austausch wird Deep Throat erschossen. Seine letzten Worte: “Trust no one”. (Besser kann man einfach nicht abtreten.)
In dieser Folge beginnt Scully (zumindest sagt sie das) den Instinkten von Mulder zu trauen. Während sie im Normalfall ja immer eine wissenschafltichen Grundlage braucht, läßt sich Mulder sehr oft von wissenschaftlich nicht quantifizierbaren Ahnungen, Gedankengängen oder Ähnlichkeiten zu bekannten Fällen leiten.

Der Plot ist ganz großartig. Abgedreht, fantastisch, geheimnisvoll und leicht wissenschaftlich angehaucht wird sogar diesmal Scully in Erstaunen versetzt, was nun wirklich nicht leicht ist. Nicht unvorhersehbar verschwinden natürlich die Menschen mit den Nährstofftanks, aber das tut der Folge wirklich keinen Abbruch.
Die Folge (und damit die 1. Staffel) endet ganz groß. Mulder teilt Scully mit, dass die X-Files eingestellt werden. Natürlich ist es eine Weisung von oben und natürlich will Mulder nicht aufgeben. Wie gut, dass es noch viele weitere Staffeln geben wird.
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14.10.2006
Posted in X-Files at 16:29 by Fuzz
Das Wochenende ist einfach zur kurz. Deswegen werde ich einfach mal was außerhalb der Reihe schauen und da liegt natürlich X-Files auf der Hand bzw. schon im DVD-Laufwerk. Leider habe ich mich da zu früh gefreut, weil diesmal erst eine neue DVD einlegen muss.
Die heutige Folge E.B.E. (Extraterrestrial Biological Entity) beschäftigt sich mal wieder mit meinem Lieblingsthema UFOs.
Die Folge hat zwei Intros. Das erste ist ein in der Türkei abstürzendes UFO, was dann von den NATO-Streitkräften geborgen wird und das zweite Intro ist ein fahrender LKW, der auf einmal unter den UFO-Symptomen leidet: Das Radio geht nicht mehr richtig und der Motor setzt irgendwann aus. Als der Fahrer dann aussteigt und mit einer Shotgun in die Luft schiesst, kommt die Polizei ins Spiel. Und damit auch Mulder und Scully.
Mulder, the truth ist out there. But so are lies.
Noch ehe die Befragung richtig zuende ist, wird der Fahrer urplötzlich entlassen und darf weiterfahren. Als man anschliessend bei der Überprüfung der Aussagen des Fahrers auf Wiedersprüche stößt und Scully und Mulder auch noch Wanzen bei sich finden, ist endgültig eine X-Akte aus dem Fall geworden.
Man vermutet, dass sich das Teile des UFOs oder sogar jemand der Besatzung an Bord des LKW befinden.
In dieser Folge tritt Deep Throat und die Lone Gunman auf. Während erster für Lügen und Geheimniskrämerei sorgt, hat letztere Gruppe ihr Seriendebüt. Der Name basiert auf der gleichnamigen Theorie der Warren Commission, die diese damals entwickelt hat. Demnach wurde JFK von einem politisch verwirrtem Einzeltäter ermordet und es gibt keine Verschwörung. Natürlich wissen wir alle, dass das so nicht gewesen ist.
She is hot.
Eine zweite Theorie besagt übrigens, dass das Militär Waffen einfach in normalen LKW über die Straße transportiert. Das hat drei Gründe:
- Es ist billiger, weil man keinerlei Bewachung braucht.
- Der Transport ist viel besser getarnt.
- Man kann hervorragende Verschwörungstheorien draus machen. Nichts ist aufregender als die Vorstellung in jedem LKW befinden sich geheime und noch in der Testphase befindlichen streng geheime Waffen der USA.
Insgesamt eine gute Folge, die nicht zuletzt auf Grund der zivilen LKW Theorie sehr gut anzuschauen ist. Außerdem demonstrieren die Lone Gunman eine Theorie, bei der Metallstreifen in Banknoten eingearbeiten worden sind, um beim Flughafenscan entdeckt zu werden. So kann festgestellt werden, mit wieviel Geld man durch den Zoll geht.
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14.07.2006
Posted in X-Files at 01:01 by Fuzz
Folgen mit kleinen Kindern sind immer etwas komisch. Mit Kindern haben die Autoren schließlich einen etwas eingeschränkten Handlungsspielraum. Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, daß Kinder
- nicht sterben dürfen
- nervig sind
- nicht alles tun können, was Erwachsene in Serien auch tun
- einfach scheiße süß sind
Zwei Dinge treffen in dieser Folge zu und zwei nicht. Und wer die Rezension nicht ließt, wird die Wahrheit nie erfahren.
In Amerika (verdammt, wo auch sonst?) werden zwei Väter blutleer aufgefunden. Der Blutverlust kommt durch zwei kleine Wunden am Hals. Das sieht ein wenig wie Vampirismus aus, was aber natürlich völlig unrealistisch ist. Es gibt ja keine Vampire. Mulder stellt stattdessen die Theorie auf, daß das die Folgen einer Sezierung durch Außerirdische ist. (Geil, eine UFO-Folge!). Das würde auch erklären, warum die Tochter, die den Vorfall eigentlich hätte mitkriegen müssen, sich an nichts erinnern kann.
Komischerweise finden zwei dieser “Morde” zeitgleich mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt statt. Als man die zweite Familie aufsucht, stellt man fest, daß diese auch eine Tochter haben. Sie kann sich nicht nur an nichts erinnern, sondern sie sieht auch noch genauso wie die andere Tochter aus. Das macht stutzig.
Der aufmerksame Leser hat natürlich sofort gemerkt, daß dieser Folge das UFO-Tag fehlt und das ist kein Fehler.
Ich möchte an dieser Stelle auch nicht weiter auf die Story eingehen, da diese ziemlich gut ist (und nur knapp an der Auszeichnung Epstacy vorbeigeschrammt ist). Die Recherchen sind interessant, weil der am Anfang nur ungewöhnliche Fall im Laufe der Folge ziemliche bizarre Formen annimmt. Langsam nähern sich Scully und Mulder der Wahrheit. Auch Deep-Throat taucht in dieser Folge wieder auf und bringt die beiden auf die richtige Spur.
Scully: Do you have a girl coming over?
Mulder: What’s a girl?
Diese Folge ist spannend. Ich liebe diese Leute, die sich diese Drehbücher ausdenken. Beispiel? Es kann natürlich nicht einfach eine normale Klapse sein, sondern man bekommt vom Pförtner einen Panik-Button in die Hand gedrückt, damit man im Notfall Hilfe herbeirufen kann. Solche Details erhöhen die Erwartung an die Insassen und zeugen von der Liebe zum Detail. Diese (Details) sind am Anfang verwirrend und im Laufe der Folge erkennt man das große Bild. Und Scully und Mulder natürlich auch.
Mehrere Sachen sind mir aufgefallen. Wenn zwei kleine böse gleichaussehende Mädchen auftauchen, muß ich immer an Shining denken, wahrscheinlich für den Rest meines Lebens. Vielen Dank auch Herr Kubrick.
Außerdem dachte ich aufgrund eines Posting in de.alt.netdigest immer, daß nur Idioten aus der Werbebranche “To Go” mit “Zum Mitnehmen” übersetzen würden. Das stimmt nicht. In der Folge sagt Mulder ganz klar: “All right, uh, two diet and two regular to go, please”. Damit wäre bewiesen, daß die Engländer einfach kein Englisch können.
Göttlich ist außerdem die Szene, wo Scully und Mulder die Mädels am Ende in ihre Obhut nehmen und sie total nett finden. Einfach goldig. Die in der Folge benutzte Droge Digoxin (extrahiert aus der Pflanze Digitalis) gibt es natürlich auch.
Gerade solche kleinen Details machen die Folge zusammen mit dem typischen X-Files Ende sehr sehenswert und spannend.
PS: Diese Folge benutzt schwierige Wörter wie zum Beispiel: “exsanguination“. Gut, daß ich ab und an mal die Untertitel einschalten kann.
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10.07.2006
Posted in X-Files at 00:17 by Fuzz
Eine Folge, wo am Anfang schon der Funk nicht mehr geht ist eine gute Folge. Schließlich weiß der geneigte Leser nach den vielen UFO-Folgen, wie sich UFOs ankündigen. In erste Linie sind das Kreuze, die andere Ufologen auf die Straße gemalt haben und natürlich abbrechende Funkverbindungen.
Mit einer abbrechenden Funkverbindung fängt nun auch diese Folge an und der arme Polizist kann dann die Antwort nur noch halb verstehen, bevor er das Feuer im Wald untersuchen geht. Das war auch seine letzte Handlung für die vereinigten Staaten und diese Folge.
Die UFO-Landung(?) wird auch in einem amerikansichen Kontrollzentrum vom Personal bemerkt. Der Chef erklärt seinen Personal, daß es sich dabei um eine Fehlfunktion der Instrumente handelt und damit sei der Fall geklärt. Durch sein nächstes Telefonat wird “Operation Falcon” in Gang gesetzt.
Kurz darauf sehen wir, wie Deep Throat Mulder recht freizügig über diese Operation erzählt. “Operation Falcon” läuft dann an, wenn es irgendwo einen mysteriösen Absturz gegeben hat. Diese Sondereinheit (natürlich) des Militärs war früher für die Bergung von auf feindlichem Gebiet abgestürzter Technologie zuständig. Wahrscheinlich sei das Militär jetzt schon unterwegs und säubert die Abstürzstelle und sichert die Technologie. Dem normalen Volk erzählt man, daß es dort ein Eisenbahnunglück gegeben hat und das dabei giftiger Abfall im Spiel war. Dann läßt man sich auch brav (ohne weitere Fragen) evakuieren.
Da muß Mulder alleine hin. Da muß Mulder Fotos machen und da muß Mulder natürlich erwischt werden.
You MUFON or CUFOS?
Das ist der Eröffnungssatz mit dem sein Mitgefangener das Gespräch eröffnet. Er selber ist Mitglied der NICAP-Organisation. Er stellt sich als Max vor und dieser Mann ist ein UFO-Geek und das spielt dieser Mann wirklich gut. Die Unterhaltung mit ihm wird nur noch durch die am nächsten Morgen stattfindende Unterhaltung zwischen Mulder und Scully gesteigert. Man diskutiert drüber, was wohl an der Unglücksstelle geschehen ist.
It was a downed Libyan jet with a nuclear warhead.
Mulder und ich haben uns an dieser Stelle angesehen und herzhaft gelacht. Natürlich glaubt Scully die nun geänderte Fassung.
Knackpunkt an der ganzen Militäraktion ist, daß man nicht nur vermutet, daß da ein UFO abgestürzt ist, man befürchtet auch Überlebende. Die Spuren des Absturzes kann man beseitigen, der Pilot ist jedoch nicht auffindbar. Das Militär muß sich also mit dem Piloten als auch mit Fox Mulder rumschlagen. Und der Pilot scheint ein Interesse an Max zu haben, welcher sich im Laufe der Folge als UFO-Entführter erweißt.
Auch das Militär scheint nach einigen Fehlschlägen der Operation ein Interesse an Max zu entwickeln.
Diese Folge ist super. Nicht nur weil diese Folge von UFOs handelt, sondern sie auch viele nette Details enthält:
- Max erwähnt die Tatsache, daß er deswegen so gut Mulder kennt und seine Spuren verfolgen kann, weil seine Reisekostenauslagen unter den “Freedom of Information Act” fallen und daher öffentlich einsehbar sein müssen: “Your travel expenses are a matter of public record”
- Die Operation des Militärs verläuft genauso wie man sich das vorstellt. Zuerst unter dem Deckmantel einer Lüge, alles abriegeln und alles verhaften. Auf keinen Fall die Wahrheit sagen. Das gläubige Volk verläßt das Arenal ohne kritische Rückfragen. Dann bekommt das Miltitär Befehle per Telefon erteilt. Man weiß weder wer anruft, noch was gesagt wird. Aus der Antwort “It will not get away. Not this time.” kann man eben folgen, daß das nicht die erste Operation dieser Art ist.
- In der Bodenstation wird das Flugzeug der Radarsichtung einfach zum Meteor umbenannt. Und die Angestellten müssen dem natürlich Folge leisten.
- Die Arme hat keinerlei Symbole auf ihren Uniformen. Die sind so “special”, die kennen wahrscheinlich nicht mal selber ihren Einheitennamen. Sonst müßten sie wahrscheinlich auch sofort erschossen werden.
- Alle in dieser Folge genannten Abkürzungen existieren wirklich: MUFON (Mutual UFO Network), or CUFOS (Center for UFO Studies), NICAP (National Investigations Committee On Aerial Phenomena) und SCICOP (Committee for the Scientific Investigation of Claims of the Paranormal). Die ersten 3 Organisationen sind (oder waren) UFO-Vereinigungen, die sich mit UFOs oder UFO-Sichtungen beschäftigen. SCICOP ist dagegen eine Vereinigung, die sich der Aufklärung und dem Wissen verschrieben haben. (Und damit eigentlich eher das Gegenteil ist.)
- Alle in dieser Folge genannten Medikamente existieren wirklich.
All’ diese kleinen Details machen die Folge sehr stimmig, sehenswert und spannend.
PS: Darf ich übrigens erwähnen, daß ich seit kurzem Abonnement der Hauszeitung “Skeptical Inquirer” von SCICOP bin. SCICOP lesen und X-Files schauen ist übrigens heftigst inkompatibel.
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29.06.2006
Posted in X-Files at 00:45 by Fuzz
Angenommen aus Windows, wäre weder ein albernes Spiel- oder Möchtegern-Betriebsystem geworden, sondern es wäre für die Betreuung eines Wolkenkratzers programmiert worden, dann würde es wahrscheinlich auch nicht Windows, sondern COS (Central Operating System) heißen.
Der CEO von Eurisko beschließt eines Tages COS plattzumachen, weil es zuviel Geld kostet, aber kein Geld einbringt. Man muß natürlich auch an die Anteilseigener denken. Dem COS gefällt das garnicht und bringt den CEO einfach mal so um. Das hat den Vorteil, daß ich den CEO ab jetzt einfach Opfer nennen kann und damit ist COS das einzige 3-Buchstaben-Kürzel, was ich ab jetzt im Text verwende.
Ein ehemaliger Partner von Mulder trägt den Fall an das Team ran. Das Opfer wurde durch einen Stromschlag getötet und man kann sich darauf keinen Reim machen. Der erste Hauptverdächtige ist natürlich der Erfinder von COS. Er verliert sozusagen sein Baby. Der ehemalige Partner hat leicht unterschiedliche Vorstellungen vom gemeinsamen Arbeiten. Das beinhaltet, daß er sich zum Beispiel in das Büro von Mulder schleicht und sein Täterprofil klaut. SOWAS MACHT MAN ABER NICHT!
Anything’s possible
In dieser Folge wird mal wieder der allumfassende Rechner demonstriert. Die Maschine, die alles kann. Sie hat also nicht nur Kontrolle über das Gebäude, sondern kann den Bericht, den Scully schreibt, abhören. Das ist natürlich ziemlicher Blödsinn (von der technischen Seite aus gesehen). Insofern habe ich ein paar Vorurteile was die Folge angeht, aber das soll mal keinen stören.
Zwei Dinge an dieser Folge möchte ich rausstellen: Die Idee, daß ein hochkompliziertes technisches System irgendwann den Sprung über die Intelligenzgrenze schafft finde ich sehr fazinierend. Man versucht zwar Intelligenzen auf verschiedene Arten zu bekommen, aber manchmal wird Intelligenz oft mit schierer Rechnerleistung verwechselt oder auch mit einer umfangreichen Datenbasis und dazugehörigen Verknüpfungsregeln. Manchmal versucht man auch einfach die Biologie zu simulieren.
Aber alles das hat nichts geholfen, Computer sind dumm wie Bohnenstroh. Computer wissen nichts, sie können Daten organisieren und das auch nur nach vorgegeben Mustern. Mehr können sie nicht.
Das andere fazinierende ist der Heimarbeitsplatz vom Wilczek. Er hat einen sehr schönen Arbeitsplatz umgegeben von Wasser. Wenn einem also mal das Joypad unglücklich hinfällt, ist es naß. Aber das verzeihe ich dem Designer, gehe zum Designerschrank meiner Designerwohnung und hole mir ein neues Designer-Gamepad raus.
Deep Throat wird dieses Mal auch wieder bemüht und muß ein paar geheime Informationen preisgeben. Wirklich spannendes ist da aber diesmal nicht dabei. Sehr schön fand ich auch wieder das Ende, was einem wieder das Gefühl gibt, daß die Folge noch ein bißchen weitergeht.
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