08.06.2007

On The Lot – 1×02 – Auditions #2

Posted in Sneak Review at 09:36 by Fuzz

Okay, ich kann es nicht mehr leugnen. Ich finde das Format gut. Es ist spassig, witzig und unterhaltsam. Wenn man davon absieht, dass natürlich nicht jeder glücklich aus der Show geht bzw. gehen kann. Aber so ist das bei Reality-Formaten eben. „Friss oder stirb“ steht bestimmt auch irgendwo auf Seite 9 des 20-seitigen Vertrags.

In dieser Folge geht der Stress weiter. Nach einer schlaflosen Nacht für das Ausdenken eines Skriptes, folgt nun Teil 2 der 24h, wo die 3er Teams einen Film komplett schreiben, drehen, schneiden und vertonen müssen. Wer auch nur annähernd was vom Filmen versteht, weiß, dass das nicht einfach ist.

Die On The Log-Crew konzentriert sich dabei ganz geschickt auf wenige Teams:

  • Dort wo es kracht, ist es für den Zuschauer interessanter.
  • Im Gegenzug: dort, wo Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, ist es langweilig
  • Man kann nicht alle zeigen. Dafür reicht kaum die Zeit und die Gesichter kann man sich einfach nicht merken. Und so passiert es auch, dass auch Leute rausfliegen, die man kaum gesehen hat.

Ebenso werden auch nicht alle Kurzfilme in vollständiger Länge gezeigt. Besonders beeindruckend war das Team, welches beim Thema „Out Of Time“ sogar mit SFX aufwarten konnte. Teile des Bildes stoppten einfach, während die Akteure sich weiter durch das Bild bewegten. Für einen Kurzfilm in 24h sehr beeindruckend.

Das „Aussortieren“ erfolgt einzeln. Es werden also nicht ganze Teams entfernt, sondern manchmal auch nur einzelne Leute.

Unterhaltsam, bloggenswert, guckbar. Okay, es ist ist Reality-TV, das Aussortieren geht aber schneller und schmerzfreier, als man es zum Beispiel von GNTM (manchmal geschaut) oder DSDS (öfters geschaut) gewohnt ist. Die dort gefühlte Wartezeit ist unerträglich. Wo ist die 3. Folge?

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07.06.2007

The Collector

Posted in Sneak Review at 10:01 by Starkiller

Title

Ich habe erst kürzlich, dank der gerade anhaltenden Sommerpause, die kompletten drei Staffeln von „The Collector“ gesehen und da Fuzz gerade darüber schrieb wollte ich nun auch mal meine Meinung dazu verkünden.

„The Backstory“


Der Hauptdarsteller Morgan Pym lebte einst ein bescheidenes Leben als Mönch in einem Kloster. Ähm Kloster? Ja genau, geboren ist er nämlich im Jahre des Herrn 1322. Im Alter von etwa Mitte 20, lernt er Katrina kennen. Es vergehen zwar noch einmal knapp 2 Jahre, bis die beiden wirklich das erste Mal miteinander sprechen, aber dann gibts kein Halten mehr, Morgan bricht kurze Zeit später sein Zölibat, tritt aus dem Orden aus und brennt mit Katrina durch.

Kurze Zeit später erkrankt Katrina allerdings an der gerade über Europa herfallenden Pest und Morgan ist in seiner Verzweiflung gezwungen wieder ins Kloster zurück zu reisen, da dort, seiner Meinung nach, alle nötigen Kräuter vorhanden sind. Kurze Zeit später verstirbt Katrina allerdings und Morgan ist völlig niedergeschmettert und außer sich. Seine Trauer und Wut verwandelt sich in einen tiefen Hass gegen Gott, in seiner Raserei zündet er sogar Jesus am Kreuze an.

In dieser Nacht nun bekommt er Besuch vom Teufel persönlich, welcher mit vielen Seitenhieben gegen Gott, verspricht Katrina retten zu können. Morgan kann natürlich nicht widerstehen und verkauft seine Seele für 10 glückliche Jahre mit Katrina.

Warum ich das so ausführlich beschreibe? Nun, weil im gesamten Verlauf der Serie unzählige Male auf diese Ereignisse in Flashbacks Bezug genommen wird. Nach den versprochenen 10 Jahren stirbt Katrina dann überraschend an der Pest, was der Teufel nur damit kommentiert, das er nie versprochen hatte, das sie Morgan überleben würde.

Kommen wir jetzt also zum Wesentlichen: erstmalig in der Geschichte, kassiert der Teufel Morgans Seele jetzt nicht einfach ein, er macht ihm statt dessen ein weiteres Angebot. Statt für alle Ewigkeit in der Hölle zu brennen, soll Morgan als erster menschlicher „Collector“ für den Teufel Seelen einsammeln, also von Leuten die auch einen Deal mit dem Teufel gemacht haben. Und genau dies tut er dann auch, von Gott enttäuscht, zieht er emotionslos durch die Geschichte und kassiert 600 Jahre lang Seelen ein.

history

„Gegenwart“

Die Serie setzt nun in der Gegenwart ein, zu einem Zeitpunkt, wo Morgan ernsthaft darüber nachdenkt, den Job an den Nagel zu hängen da er es nicht mehr ertragen kann, die Seelen von armen Opfern des Teufels in die Hölle zu verfrachten. Wieder macht der Teufel Morgan ein Angebot, zwar bleibt der alte Deal der gleiche, 2 Tage bevor der 10-jährige Deal ausläuft, bekommen die „Kunden“ Besuch vom Collector, Morgan darf aber jetzt den Leuten helfen Vergebung zu suchen, so das sie also eine Chance haben, aus dem Deal mit dem Teufel noch rauszukommen. Zu diesem Zeitpunkt ist Morgan übrigens schon lange nicht mehr der einzige Collector, der neue Deal gilt aber wieder nur für ihn.

Nun, warum sollte der Teufel das überhaupt tun, fragt man sich als Zuschauer, die Seele ist ihm doch eigentlich sicher, warum sollte er ihnen mit Morgan nochmal eine Chance geben? Nun, einerseits kann einem als omnipräsentes allmächtiges Wesen (seine Worte, nicht meine) schnell langweilig werden, zum anderen ist er immer für ein gutes Spiel zu haben.

Das ist also die Basis auf der die Serie aufbaut, Folge um Folge zieht Morgan nun aus um alles daran zu setzen seinen Klienten aus den Klauen des Teufels zu entreißen.

Zwei Dinge gibt es für mich, welche es geschafft haben die Serie über alle 3 Staffeln (insgesamt 40 Folgen) interessant zu halten. Dies wären zum einen die abgedrehten Deals, die die Leute mit dem Teufel eingegangen sind, da gibt es die eher normalen Deals von Leuten, die sich ein Leben in Wohlstand gewünscht haben, oder Leute, die ein berühmter Filmstar sein wollten, aber sehr oft sind es auch total seltsame Sachen, wie z.B. die Frau die sich wünscht, das ihre multiplen Persönlichkeiten aus ihrem Kopf verschwinden, oder der Serienmörder, der seine Seele dafür verkauft, dass er weiter unerkannt morden kann.

Das andere was mir sehr gut gefallen hat, ist das Zusammenspiel zwischen Morgan und dem Teufel. Neben dem fast schon sportlichen Wettstreit in dem die beiden stehen, ist es einfach herrlich dabei zuzusehen, wie der Teufel in jeder Folge in einer anderen Gestalt auftritt, manchmal um Morgan Steine in den Weg zu legen, manchmal nur um ihm die nötigen Informationen zu geben, oder ganz schlimm, manchmal auch um ihm zu helfen, was eher andeutet, dass die Befreiung der Seele noch schlimmeres Übel verursacht.

Cookie

Außerdem ist es erwähnenswert, dass Morgan im Gegensatz zu anderen Serien, wo gegen das Böse gekämpft wird, durchaus nicht immer erfolgreich ist, das Verhältnis ist eher 50/50. Das fand ich extrem klasse, da ein vorprogrammiertes Happy End dann doch irgendwann langweilig wird.

„Resümee“

Ich bin von der Serie sehr gut unterhalten worden, die Serie arbeitet mit sehr viel Witz, der Teufel, manchmal als alternder Würstchenverkäufer an der Ecke, manchmal als kecke 17-jährige mit Lolly, hat eine gute Portion Humor, das fand ich sehr sympatisch. Und dadurch das der Teufel in fast jeder Folge von einem anderen Schauspieler gespielt wird, und es ja auch noch jede Folge einen anderen Klienten gibt, ist durch die Hohe Anzahl von Gastauftritten auch für viel Abwechslung gesorgt.

Zusätzlich werden die einzelnen Stories auch noch von einigen Nebenhandlungen zusammengehalten, welche sich über mehrere Folgen erstrecken, sei es das drogensüchtige Mädchen, dass er aus der Gosse im Piloten aufsammelt, oder die Reporterin, welche versucht Morgan auf die Schliche zu kommen. Besonders brisant, da jeder Außenstehende, der von den Deals, Morgans wahrer Identität oder dem Teufel erfährt, automatisch mit einem Expresslift in die Hölle fährt.

Ansonsten gibt es nur noch zu erwähnen, das dies übrigens eine kanadische Produktion ist, welche nach meinem aktuellen Wissenstand noch nicht im amerikanischen Fernsehen gelaufen ist.

Mirror-World

Ach ja, wer mehr über die Serie wissen will, findet auf der offiziellen Homepage thecollectortv.com noch reichlich Hintergrundmaterial und einen überraschend guten Episodenguide.

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04.06.2007

Collector – 1×01 – The Rapper

Posted in Sneak Review at 10:20 by Fuzz

Wenn ich neue Serien schaue, dann zerlege ich diese automatisch in ihre generischen Komponenten. Diese entziehen sich natürlich einer wissenschaftlichen Definition und gar Grundlage, aber Blogs sind ja selten wissenschaftlich und das Wort Medienwissenschaftler klingt deshalb auch ein wenig Paradox für mich.

Was eine generische Komponente ist, hängt nicht nur von persönlichen Vorlieben ab („Batman oder Superman“), sondern auch vom Geburtsjahr.

Eine einfache Testfrage erörtert die Generizität. Angenommen man schaut eine Serie mit einem Hauptdarsteller, der mehrere Jahrhunderte alt ist und dieser erinnert sich während der Folge immer wieder an seine „Anfänge“ und während dieser Anfänge hatte er Geliebte. Welches Glöckchen klingelt da?

  1. Highländer (egal on Serie oder Film)
  2. Collector

Je nach Klingelton (Das Stichwort fehlte Epstacy definitiv noch) kann man daraus locker auf Geburtsjahr und/oder Sehgewohnten schliessen. Die stringente Beweisführung überlasse ich dem Leser.

Generizitäten treten in modernen Serien eigentlich nie alleine auf und so auch bei Collector. Also da hätten wir Highländer wegen der Flashbacks und das Element „Tote aufsammeln“ wird für mich einfach immer ein wenig nach Dead Like Me klingen. Wenn dann auch noch anklingt, dass die Seelen innerhalb der nächsten 48 Stunden gesellschaftlich erledigt sind, dann klingt das einfach nach „Early Edition“. (Oder eben auch nach dem Kassandra-Syndrom.)

Und wie ist Collector sonst so?

Der Hauptdarsteller ist ein alter aber junggebliebener Mönch aus dem Mittelalter, der damals seine Seele dem Teufel für eine Frau verkauft hat. Als Gegenleistung, damit seine Seele eben nicht vom Teufel geholt wird, muss er nun selber Seelen sammeln gehen. Er erinnert den Vertragspartner an ihren Vertrag und kündigt schon mal die ewige Verdammnis an und bittet, dass sie ihre Seelen jetzt schon abgeben mögen, damit der Teufel durch nun folgenden unaufhaltsamen gesellschaftlichen Niedergang nicht noch mehr erheitert wird.

Ich – als Medienkonsumteufel – fühlte mich erheitert. Die kleinen Flashbacks aus seiner Vergangenheit lockern den Erzählfluss angenehm auf und haben mir damals schon die Highländer Serie guckbar erscheinen lassen. Die Story des Rappers „Core D“, der damals aufgrund der Schwangerschaft seiner Freundin seine Seele verkauft hat, um aus dem Mileu rauszukommen, gefiel mir gut. Die Beschimpfungen seines Vaters flossen teilweise 1:1 in seine Texte ein.

Die Stimmung der vermockten Großstadt gefiel auch und das der Teufel ausgerechnet im Obdachlosenheim schon 3 Leute fand, die ihre Seele verkaufen wollten, unterstreicht den Zynismus dieser Serie.

collector-1×01-pilot.png

I’m very amused! Ist sie schon eingestellt worden?

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28.05.2007

X-Files – 2×22 – F. Emasculata

Posted in X-Files at 10:00 by Fuzz

Ich muss es einfach mal loswerden. Wenn man einen Kadaver oder eine Tierleiche findet, die pulsierende, rötliche, ca. 5 cm im Durchmesser große, pulsierende, eitrige und pulsierende Blasen haben, dann sollte man die nicht untersuchen, wenn man nicht ausreichend geschützt ist.

Das sollte sich jeder Forscher wirklich mal hinter die Löffel schreiben. Solche pulsierende Blasen, also Blasen, die pulsieren, können nämlich auch mal explodieren, was immerhin das pulsieren beendet.

Eine Folge, die so anfängt muss in der Tat gut sein. Gute Folgen, fangen auch mit Ereignissen an, die durch ein absurdes anderes Ereignis miteinander verbunden werden.

Während der Forscher im Urwald kurz nach der Kontamination dahinsiecht, bekommt ein Gefangener etwas später ein Paket zugestellt. Darin befindet sich ein Stück Tierkadaver, welches ebenfalls kontaminiert ist.

Die „Beulenpest“ bricht in dem Gefägnis aus und 2 Gefangene können sogar kontaminiert fliehen. (Zusammen mit der Dreckswäsche schaffen sie ihre Flucht, wie klassisch.)

The guards don’t watch enough prison movies.

Es kann sich hier also herrlich ein klassisches Gefangenendilemma (Sorry for that!) entwickeln. Sie laufen weg, klauen sich ein Auto, hinterlassen eine Spur von Toten und Verletzten und immer wenn es langweilig wird, platzt wieder eine dieser pulsierenden Blasen.

Das ganze Gefängnis steht natürlich unter Quarantäne, die wiederum von Pinck Pharmaceuticals angezettelt worden ist. Diese wird allerdings vom dunklen Hintermännern geschützt.

Das ganze endet mit einem Geiseldrama…

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…und ohne Beweise. Wie immer. Sehr gut, bitte mehr davon. Mehr Fragen und weniger Antworten. Aber mal im Ernst, ich bin gut unterhalten worden, was natürlich in der Natur der Sache liegt. Auch 24 zehrte eine Staffel lang von einem Virus, der sich ausbreitete, dann sollte das für eine Folge locker an Dynamik reichen. Hier hat es das!

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23.05.2007

Heroes – 1×23 – How to Stop an Exploding Man

Posted in Sneak Review at 09:33 by Fuzz

Kurze Version: Da hatte ich mehr erwartet.

Lange Version: Da hatte ich wirklich mehr erwartet.

Also da pickst Hiro Sylar – ganz wie es das Comic vorhergesagt – auf und vernichtet ihn. Sonst kann dieser mit simplen Handbewegungen ganze LKW durch die Luft wirbeln lassen. Von Menschen und Parkuhren mal ganz zu schweigen und jetzt geht das auf einmal nicht mehr? Dafür drückt er ihm noch einen Oneliner aufs Ohr, anstatt sich zu verteidigen. Das nenne ich durchaus äh… schwach.

Aber schon nach ca. einer Viertelstunde hatte ich das Gefühl, dass diese Folge etwas langsamer ist. Während es sonst kaum Ruhepauen gibt, habe ich diesmal schon nach 15 Minuten auf die Uhr geschaut und ihr wißt, was das bedeutet? Wißt ihr doch?!

Ich hatte mit vielem gerechnet:

  • Explosion in(!) der Stadt, vielleicht auch in abgemilderter Form.
  • Mehr Zweikämpfe, wobei das wegen der Kräfte natürlich schwierig ist, Sylar kann einfach zuviel.
  • Mehr Tote (Heroes)

Es bliebt natürlich ein (leicht schwächelndes) Finale einer großartigen Serie. Selten habe ich den Montag so herbeigesehnt, wie beim Run von Heroes, trotzdem bin ich etwas unbefriedigt.

Meine Weissagen haben sich leider nicht ganz erfüllt:

Hiro + Claire haben überlebt, aber Nathan hat seinen Bruder in die Luft befördert und starb(?) mit ihm. Wegen dieser Ungewissheit kann der Punkt endgültig leider nicht vergeben werden. Da Peter auch über Regenerationskräfte verfügt, könnte auch er überlebt haben. Theoretisch zumindest.

Sylar überlebt ebenfalls, während ich ihm Verderben prophezeite und auch Ando war nur kurz gefährdet.

Es bleiben eine Menge Dinge für die zweite Staffel offen. Die beiden Brüder könnten wiederkommen und Sylar wird für Spass sorgen. Durch seine Verletzung besteht auch die Chance, dass Teile von ihm zu resettet werden. Auch können jederzeit neue Helden eingeführt werden und es gibt auch noch den bösen Mann, den Molly erwähnt. (Ich hatte das so verstanden, dass das eben nicht Sylar ist.)

Mal schauen, was kommt. Ich bin dabei.

Ich suche mir jetzt erstmal die Nummer einer Selbsthilfegruppe raus. Was denkt ihr? War es gut? Zuwenig? Zuviel? War es die Folge oder meine Erwartungen?

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12.05.2007

X-Files – 2×20 – Humbug

Posted in X-Files at 13:46 by Fuzz

Humbug ist eines dieser Wörter, die auch im englischen verwendet werden, was ich natürlich schon mal direkt interessant finde. Leider sind deutsche Serientitel kein Garant für eine gute Folge, aber hier ist das anders.

Am Anfang gibt es die klassische Perspektive eines „Kinderkillers“, der zwei kleine Kinder beim Schwimmen beobachtet und dann auch anschliessend in das Becken taucht. Dabei handelt es sich allerdings um den Vater der beiden, der nur deshalb etwas merkwürdig aussieht, weil er an an der seltenen Hautkrankheit Ichthyose leidet (Wikipedia, Google-Bilder).

Er schickt die Kinder ins Bett und wird dann selbst Opfer eines richtigen Mörders. Bei der anschliessenden Beerdigung sitzen nur merkwürdige Leute vor Ort. Der Priester hat keine Arme (und blättert mit den Zehen um) und unter dem Sarg klopft es auf einmal und einer buddelt sich aus der Erde wieder raus: Ein Entfesslungskünstler und Blockhead.

Was dann folgt ist ein typisches Szenario einer Folge X-Files: Diese Mordserie findet natürlich in einer Kleinstadt statt, die einen hohen Anteil von „Zirkusfreaks“ besitzt. Dort begegnen die beiden bei ihren Untersuchungen einem Haufen merkwürdiger Leute.

Auch der Humor kommt nicht zu kurz in dieser Folge. Als Scully und Mulder im lokalen Hotel einchecken, fragen sie den kleinwüchsigen Pförtner ganz unverbindlich, ob er wohl auch mal im Zircus gearbeitet hätte.

x-files-2×20-circus.png

Dieser ist ganz erbost, zeigt sein Abschluss in Hotelmanagement und reduziert Mulder aufgrund seiner Krawatte und seines Aussehens auf einen FBI-Agenten und fragt, ob ihm das so passen würde. Nach dem Zücken des Dienstausweises und einem Lachanfall meinerseits ist die Konversation ziemlich schnell beendet.

Die zweite lustige Szene ist, als sich Scully und einer dieser „Freaks“ mit einem Anhängsel (einer Art siamesischem Zwilling) im Bademantel begegnen. Beide haben sich jedoch nur flüchtig angezogen, so dass er auf ihren Ausschnitt starrt und sie auf sein Anhängsel. Beiden ist das Betrachten und das betrachtet werden unagenehm und so ziehen beide den Bademantel enger zu.

The investigation isn’t going too well, is it?

Ein durchaus interessante Folge. Die Geschichte „Serienmörder“ durchaus mal gut verpackt. Ich bin gut unterhalten worden. Das Ende hat mir auch gefallen. Ich denke, dass ist einer der wirklich guten Folgen von X-Files, die man auch mal der Freundin zeigen kann. Wobei hier noch der Vorteil ist, dass es eine abgeschlossene Folge ist, man also kein Verschwörungslexikon bereithalten muß.

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07.05.2007

Aufholjagd und Frisurenkunst

Posted in Sneak Review at 10:31 by Fuzz

Ich bin gerade ganz jerichot. Im Anfall kollektiver Freizeit habe ich mir gerade Folge 16, 17 und 18 reingezogen und meine Gedanken sind noch ungeordnet.

Ich sortiere mal eben fix: A, B, C, D…

…und stelle fest:

  • Es wird endlich wieder interessant.
  • Die Verteilungsprobleme werden schärfer.
  • Teile des Plots werden gelüftet.
  • Es gibt wieder Retrospektiven zu bewundern.
  • Rob ist doch einer von den Guten.

Und Roger wird endlich aus Jericho vertrieben. Ich fand ihn nervig. Einwandfrei gestylt läuft er durch die Gegend, immer frisch rasiert und seine Frisör steht dank 3-Wetter-Waffen-Taft (Atomar-Biologisch-Chemisch) perfekt. Sehr suspekt sowas.

jericho-frisuren.png

Die Frisur von Jake gefällt mir da schon besser.

Jericho wird also wieder besser. Zumindest diese 3 Folgen waren kurzatmig und spannend!

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03.05.2007

Hellholes – Staffel 1

Posted in Sneak Review at 10:22 by Fuzz

Wer gerade mal dringend Stoff braucht, die DVD Sammlung aber nicht in Reichweite ist, die Festplatte gecrasht ist und nur noch das Internet geht, kann bei Hellholes seinen Trieb abbauen.

Die Serie besteht aus 4 kleinen Häppchen von 4-5 Minuten „Amateur“film. Also nicht so YouTube-Amateur, sondern eher so Hochschul-Amateur bzw. Filmprojekt-Amateur. Der sympathisch unrasierte Held, der teilweise auch im Bademantel und überdimensionierten Kloschlüssel durch die Gegend zieht, bezieht zu Anfang der Quadrologie einen Wohnwagen, der sich als Dimensionstor zur Hölle rausstellt.

Das ist verdammt ärgerlich, kann aber passieren. Jedenfalls bekommt er beim Kampf gegen die Höllenkreaturen und -illusionen bald Gesellschaft. Als Erkennungszeichen für das Menschsein, tritt man sich auch mal ganz beherzt in die Klöten und nur echte Menschen zeigen da Schmerzen, weil Höllenkreaturen bekanntlich keine Weichteile habe. Diese Logik ist mir neu, aber lustig ist dieses Erkennungsverfahren natürlich schon.

Vom logischen Standpunkt ist es natürlich unlogisch, da ein Dämon natürlich Schmerzen vortäuschen könnte. Das Verfahren würde nur Sinn ergeben, wenn es andersrum wäre. Also Menschen hätten keine Weichteile, aber Dämon schon. Der Dämon müßte bei einem Tritt in die Klöten extrem selbstbeherrscht sein. Und das Verfahren würde auch nur funktionieren, weil Menschen sich nicht freiwillig als Dämonen ausgeben würden. Dann wäre das Verfahren für die Dämonen übrigens unbrauchbar. Wie auch immer. Hosen runterlassen wäre wahrscheinlich einfacher, aber nicht so lustig.

hellholes.png

Die Quote der Serie beträgt ca. 500.000 pro Folge, was ohne Vergleich einfach nur eine hingerotzte Zahl ist. Im Vergleich zu manchen YouTube jedoch sicherlich eine Menge.

Die Effekte sind erkennbar, aber trotzdem sehenswert. Der Trash-Faktor ist ausreichend und die Folgen sind so abwechslungsreich und kurz, dass Leutnant Langeweile garnicht aufkommen will.

Ich fand’s gut.

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11.04.2007

South Park – 11×4 – The Snuke

Posted in Sneak Review at 10:35 by Fuzz

Wer schon immer mal die 6. Staffel von 24 im Schnelldurchgang sehen will, sollte sich diese South Park-Folge antun.

In dieser, im Stile von 24 gehaltene Folge glaubt Eric, dass der neue Moslem in der Klasse ein Attentat plant. Da die Präsidentschaftskandidatin Clinton auch in der Stadt sein wird, würde ein Anschlag auch gut ins Bild passen.

The following takes place between recess and geography class

sp-11×4-24.png

Die Liste der nachgemachten Features umfasst folgende Dinge:

  • Die Einblendung der Uhrzeit.
  • Alle Telefone klingeln das typische CTU-Klingeln.
  • Verwackelte Kamera.
  • Gleichzeitige Darstellung von mehreren Bilder.

Alle wichtigen Informationen werden über das Internet zusammengestellt: Google Maps, MySpace, AskJeeves, …

Es stellt sich heraus, dass sich in der Vagina von Mrs Clinton eine Nuklearbombe befindet, welche aber nur von der eigentlichen Bedrohung ablenken soll: Der erneute Invasionsversuch der Briten.

Ich habe mich köstlich unterhalten gefühlt. Herrlich albern und trotzdem eine gute Hommage an 24.

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06.04.2007

The Twilight Zone – 1×01 – Where is Everybody?

Posted in Sneak Review at 14:18 by Fuzz

Die erste Folge von TZ ist durchaus einfach gestrickt. Ich denke mir auch, dass das eher so bleiben wird.

Geschickt fängt die Folge einfach mittendrin an. Ein Mann streift durch die Gegend und kommt an ein vereinsamtes Cafe. Der Service dort läßt allerdings zu wünschen übrig, da ihn niemand bedient. Er sieht auch keine andere Menschenseele. In der nahegelegenden Kleinstadt geht das Spiel weiter: Dort findet er ebenfalls keinen Menschen. Seine Irritierung macht einen kleinen Abstecher bei der Angst und steigert sich schliesslich zum Vormittagswahnsinn. In einer Telefonzelle klingelt es auf einmal, aber am anderen Ende ist niemand. Nur die Bandstimme sagt ihren Spruch auf.

Woanders findet er noch eine qualmende Zigarre, was den Eindruck erweckt, als wären die Leute plötzlich verschwunden.

Der Mindfuck am Ende ist, dass der Mann eigentlich wegen eines militärischen Experiments in einer Isolationszelle sitzt und sich das Ganze nur einbildet. Durch die Einsamkeit hat sein Gehirn sich das ganze Szenario nur ausgedacht.

ttz-1×01-mirror.png

Well… well… well… Das war garnicht schlecht. Über die „Effekte“ oder das schauspielerische Talent darf sich gerne gestritten werden, aber die Story ist durchaus gut. Die Folge selber ist durchaus kurzweilig, was natürlich an der Länge von ca. 25 Minuten liegt. Viel Raum für Entwicklung des Charakters kann es da natürlich nicht geben: Normalzustand, Nervösität, Angst, Ekstase, Hoffnung und Auflösung müssen fix abgehandelt werden.

Ich fand’s gut.

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