17.10.2006
Heroes – 1×03 – One Giant Leap
Spiegel Online hat meine Meinung bestätigt. Ich bin ein guter Zuschauer, weil ich eine Serie schaue, die von meinen Haus und Hof Magazin für gut befunden worden ist. SPON übertitelt den Artikel mit:
X-Men für die Postmoderne
Das sind natürlich Überschriften mit denen dieses Blog nicht mithalten kann. Ich bringe es nur auf “LSD für die Sinne” oder “Popcorn für’s Heimkino”. Klassisch könnte man es auch einfach “gute Unterhaltung” nenne, aber das klingt so konversativ. Aber ich schweife ab: Die dritte Folge geht natürlich nahtlos weiter, wieder werden mühelos 4-5 Threads miteinander verwoben und am Ende fragt man sich, warum nicht jede Serie so sein kann. Auch sieht man nun erstmal einen der bösen Jungs kennen (Anti-Heroes).
Aber natürlich kommen die Charakter sich wieder ein wenig Stück näher, schließlich geht es ja um das große Ziel.
Was ich persönlich ein wenig anstrengend finde, ist dieses Evolutionsgequatsche. Meiner Meinung nach dient das nur dazu, uns alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen. An altem Wein ist aber im Prinzip nichts auszusetzen. Man sollte sich halt vor Augen führen, dass es hier schon um Superhelden geht. Im Gegensatz zu klassischen Superhelden sind die Fähigkeiten bei Heroes aber auf mehrere Personen verteilt. Niemand kann alles, sondern alle können zusammen alles.
Heroes geht – wie in dem angesprochenem Artikel – noch einen Schritt weiter und verwebt sich mit der Realität. Das in der Serie auftauchende Comic “9th wonders” gibt es auch im Web zu sehen. Die süße 18-jährige Cheerleaderin namens Hayden Panettiere (deren IMDB-Eintrag 39 Einträge umfaßt (ihren ersten Auftritt hatte sie mit 5 Jahren)) hat sogar eine MySpace Seite unter dem Namen ihres Seriencharakters. (Dort werden dann auch entsprechende Kommentare gespostet, die sich auf ihr Schicksal bei Heros beziehen. Sogar einer der Nebencharakter meldet sich dort zu Wort.) Und wenn sie dort schreibt, dass einer ihrer Lieblingsfilme Bring It On ist, dann wundert das nicht: Sie hat da schließlich selber mitgespielt.
Da wird ordentlich mit den Realitäten gespielt, weil das die Fans bindet, die natürlich an allen kleinen Details interessiert sind. Lost probiert das auch gerade durch. De-bug hatte da vor kurzem einen super Artikel mit dem Title “Die Lost Experience/Eine Serie verlässt das Fernsehen” (alternativ im Google-Cache!).
Das soll aber nichts heißen. Gutes Popcorn ist immer noch gutes Popcorn, auch wenn es “nur” gutes Popcorn ist. Deshalb auch weiterhin Epstacy für diese Folge und Serie.
Schlagwörter: Epstacy, evolution, heroes, lost, meta