24.02.2007
US-Militärs fordern Folterverbot für Jack Bauer
Laut diesem SPON-Artikel wird den Militärs bei 24 ein wenig zuviel gefoltert.
Köstliches Zitat aus dem Artikel am Rande:
Heimatschutzminister Michael Chertoff, auch er ein treuer Fan, lobt die wöchentliche Apokalypse gar als lehrreich, weil sie “das wahre Leben widerspiegelt”.
Sicher.
Auch losgelöst von diesem Statement finde ich den Artikel sehr putzig. Da beschwert sich also das Gutmenschenmilitär einer Gutmenschennation, dass zuviel gefoltert wird. Man sollte nicht vergessen, dass Fernsehserien manchmal nur eine übertriebene oder zuende gedachte Spiegelung der Gesellschaft darstellen.
Auf der anderen Seite: Gefoltert wird in der ganzen Welt und Abu-Ghuraib hat es eben nur pressewirksam ans Licht geschafft. Der Fall Jakob von Metzler zeigt, dass Folter nicht nur an schwer auszusprechenden Orten passiert, sondern auch in der BRD reale Formen annehmen kann.
Abgesehen von diesem politischen Statement, muss ich sagen, dass ich kurz davor war, “24″ vor die Türe zu setzen. Als Milo sein erstes Loch vom Bohrer bekommen hat, war mein spontaner Gedanke nur: “Ich muss nicht alles schauen”. Gewalt in Medien lehne ich im Normfall nicht ab, aber Unterhaltung sieht für mich persönlich anders aus.
Wie ist eure Meinung: Wird (im Fernsehen, speziell “24″) zuviel gefoltert?
Schlagwörter:24, Abu-Ghuraib, folter, Jakob-von-Metzler, spon