24.02.2007
Jericho – 1×12 – The Day Before
Prequels sind ja total in. Star Wars hat es vorgemacht und bei Lost ist es sowieso ständiger Begleiter. So erzählt auch Jericho in dieser Folge, was vor S01E01 passiert ist. Diese also durchaus nicht neue Erzähltechnik macht die Sache spannend und außerdem kann man Erzählungen bei Jericho ein wenig auflockern und so vom postatomaren Alltag ablenken.
In der Tat werden hier fast alle Register gezogen. Robert ‘Rob’ Hawkins darf hier richtig zeigen, das er sich bei Verschwörungen auskennt. Außerdem war er beim Verteilen der Bomben beschäftigt, zumindest interpretiere ich das mal so. Er hat ganz fies Dreck am Stecken. Und damit ist nicht die Entführung seiner Familie gemeint.
Aber auch Jake Green hat ein paar Probleme. Nach seinem Afghanistaneinsatz findet er keine Arbeit mehr (hat jemand diese Riesenfahne an der Wand gesehen?), weil die Nichtnennung seines alten Arbeitgebers eine empfindliche Lücke im Lebenslauf hinterläßt und man ihn deshalb nicht als Piloten einstellen will. Aber die freundlichen Menschen von Ravenwood würden ihn gerne wieder einstellen. Es geht um Waffenschmuggel. Das bekommt allerdings das FBI(?) mit und man will ihn als Spitzel anheuern. Ab hier geht es bergab und er flieht zu seiner Familie nach Jericho.
Erzähltechnisch fand ich die Folge sehr spannend. Man kann sich alle Plots ins Gedächtnis rufen und erfährt, was woher gewesen ist. Diese neue Perspektive macht die Folge aufregend und sehenswert. Die Folge beginnt 36 Stunden vor der Explosion, aber gegen Ende befindet sich die Folge in der Jetzt-Zeit und es geht nahtlos weiter. I’m hooked (again).
PS: Gemeinerweise habe ich vor kurzem aufgeschnappt, dass sich Lost und Jericho von der Konzeption doch ähneln:
- Beide Serien haben ein Geheimnis
- Es gibt einen eingeschränkten Handlungsort
Aber beide Merkmale sind so abstrakt, dass ich eigentlich nicht von einer gewollten Kopie sprechen will. Ich wollte es nur mal erwähnt haben.
Schlagwörter: Empfehlenswert, Jericho, prequel