07.07.2006

Britische Serien

Posted in Weißes Rauschen at 21:09 by Fuzz

Englische oder britische Serien haben irgendwas, was sie unbedingt erwähnenswert macht. Nur was ist es genau? Sind es die netten Menschen, der britische Akzent oder sind es einfach nur die abgedrehten Stories? Oder liegt es doch am Budget? Ich analysiere:

Dr Who

Eigentlich geben die alten und die neuen Folgen sich nichts. Dr. Who ist immer noch ein Mann von “Welt”. Seine Assistentin sieht recht hübsch aus und ist nicht doof. Und alle sprechen zufälligerweise diesen seltsamen Akzent. Sehr putzig sind auch die Daleks, die sowohl in den alten als auch den neuen Folgen auftauchen. Das Roboterdesign von damals (wahrscheinlich wurde es auch aus Kostengründen so gewählt) hat sich in all den Jahren nicht geändert. Das ist natürlich gut so, weil die Daleks sonst nicht mehr die Daleks wären, verleiht dafür den neuen Folgen ein bißchen mehr Trashigkeit, weil die Roboter so unbeholfen aussehen. Wer Dr. Who nicht kennt, sollte sich auf jeden Fall mal eine Folge anschauen.

IT Crowd

Moss und Roy sind die Geeks Administratoren einer Firma in England. Sie dürfen den Rest ihrer Existenz im Keller verbringen auf der Suche nach Glückseligkeit in Form von intelligenten Usern. Bei Problem lautet ihr Standardspruch: “Have you tried to turn it off and on again?”. Diese Nerds bekommen also Verstärkung in Form einer Frau, die natürlich keinen blassen Schimmer von Rechnern hat. Eine Konstellation mit sehr merkwürdigen Stories und einem sehr abgedrehten Humor. Alleine der Vorspann ist Gold wert.

Fawlty Tower

Muß man dazu was erwähnen? John Cleese spielt den Inhaber eines kleinen Hotels und hat ständig das Gefühl alle sind gegen ihn: seine Frau, der Page und natürlich die Gäste. Sehr empfehlenswert. (Ich hoffe, mein Eindruck von dieser Serie wird nicht von meiner schlechten Erinnerung getrübt!)

Mr. Bean

Dazu schreib ich mal nix. Ich fand Mr. Bean eigentlich fast immer unlustig, abgesehen von Rat Race und Serien mit ihm kenne ich leider nicht. Sachdienliche Hinweise nimmt jede Blogdienstelle entgegen.

Red Dwarf

Kommen wir zum Highlight: Arnold Rimmer und Dave Lister schieben zusammen auf der Red Dwarf Dienst. Das ist ein großes Minenschiff der Erde. Beide Charakter können sich nicht ausstehen, was durch ihre unterschiedlichen Ansichten auch kein Wunder ist. Arnold ist der Überkorrekte-Möchtegern-Offizier, der leider bisher durch jede Offizierprüfung gefallen ist. Sein gesellschaftlicher Status entspricht genau dem vom Dave, der einfach so in den Tag hineinlebt und nichts tut.

Dave leistet sich einen Fehler und wird vom Kapitän in so eine Art Molekülabstellkammer in Gewahrsam genommen. Glück im Unglück, denn die Red Dwarf fliegt kurz danach durch ein radioaktives Strahlungsfeld. Die Besatzungmitglieder sterben alle gleichzeitig und der Schiffscomputer übernimmt die Steuerung. Nach 1.000.000 Jahren wird das Notfallprogramm aufgerufen und Dave wird aus seinem Gefängnis befreit. Er ist nun fast alleine auf dem Schiff. Die Menschheit ist längst untergegangen, aber Arnold wird ihm vom Schiffscomputer als Hologramm (mit einem ‘H’ auf der Stirn) zur Seite gestellt. Die sich ebenfalls an Bord befindliche Katze hat sich während der Zeit zu einem Farbigen mit Vampirzähnen weiterentwickelt. Mehr Details sind wohl nicht nötig, um zu zeigen, daß in dieser Serie viel Witz drinsteckt.

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