08.11.2006

Nip/Tuck – 4×08 – Conor McNamara

Posted in Sneak Review at 10:16 by Starkiller

Freundlicherweise wurde ich von Fuzz darauf aufmerksam gemacht dass ich bisher noch nie etwas über Nip/Tuck geschrieben habe, dabei gucke ich das mittlerweile schon in der vierten Staffel. Gerne komme ich also seinem Wunsch nach und schreibe mal über diese leicht ungewöhnliche Serie.

Ich kann hier natürlich nicht die letzten 50 Folgen zusammen fassen, vielleicht nur so viel: Hier kann man schöne Körper nicht nur von aussen betrachten, hier gibt es auch Insider-Ansichten, im Zentrum der Serie steht nämlich eine recht erfolgreiche Schönheitschirurgie-Praxis. Diese wird zum einen von Sean McNamara geleitet, zum anderen von Christian Troy. Die beiden sind ziemliche Gegensätze in allen Bereichen, Sean ist ein begnadeter Chirurg, Christian ist eher der ewige Zweite in der Praxis; S. hat unzählige Probleme im Privatleben und wenn es den mal zum Sex mit seiner Frau kommt, hat garantiert keiner der Beteiligten Spass daran. C. auf der anderen Seite wechselt seine Sexualpartnerinnen z.T. mehrmals täglich und holt sich auch schonmal mehrere Frauen gleichzeitig ins Bett wenns eng wird im Terminkalender. S. fährt einen Familientauglichen Mittelklassewagen, C. fährt nichts unter 300PS usw.

So, aber was genau ist Nip/Tuck? Zum einen: der Titel bezieht sich auf typische Vorgänge beim Liften. “Nip” (kneifen, kleiner Schnitt) & “Tuck” (wegstecken, falten). Zum Anderen:

Die Facetten von Nip/Tuck

schnipseln und stopfen

“Tell me what you don’t like about yourself” mit dieser Floskel beginnen eine Vielzahl der Folgen, danach dürften die Patienten ihren Warenkorb füllen, was sie gerne alles an sich gemacht hätten.

Das Handwerk eines Chirurgen wird hier so farbenfroh, plastisch und realistisch dargestellt, das sich dem ein oder anderen Zuschauer schon mal der Magen umdrehen dürfte. Jede der hier gezeigten Operationen basiert 100%ig auf Techniken die weltweit täglich eingesetzt werden, der Realitätsgrad ist so beängstigend das ich mich gelegentlich immer noch dazu beglückwünsche nicht Arzt geworden zu sein wie meine Eltern das wollten, sondern mein Glück in der brotlosen Blogschreiberei gesucht habe.

In jeder Folge liegen ein oder mehrere Personen auf dem OP-Tisch (der Name des Patienten ist dann auch immer der Titel der Folge) und was hier über die Jahre alles gezeigt wurde, reicht von Brustimplantaten bei Frauen …und Männern (kein Scherz), Fettabsaugungen, Nasen-OPs, über Amputationen und Geschlechtsumwandlungen bis hin zur Trennung von siamesischen Zwillingen, Hodenvergrößerung und komplexer Wiederherstellungschirurgie.

Sex

Ein sehr wichtiger Aspekt dieser Serie und neben anderen einer der Gründe warum man in Zusammenhang mit dieser Serie öfters auch mal den Begriff “no boundaries” liest. (Wäre es nicht so geschmacklos könnte man von den Jungs in Nip/Tuck auch als “Ärzte ohne Grenzen” sprechen)

Wenns um Sex geht gibt es hier nichts was es nicht gibt, Sex mit Transvestiten vor und nach der Umwandlung, Sex in jeder denkbaren Kombination der Geschlechter, Sex mit Minderjährigen, oder auch Sex mit Tieren (ich kauf nie wieder Nutella). Tabus gibts hier keine.

Sean ist am Anfang der Serie dank seiner Ehefrau eher sexlos, arbeitet sich von einer totkranken Patientin über sein (durchgeknalltes) Kindermädchen und anderen aber nachher wieder bis zu seiner Frau hoch.

Christian…ähmm ja, anything goes…

Plots

Neben den kleinen Geschichten die um jede Operation herumgewoben werden aber oftmals auch direkt in der jeweiligen Folge beendet werden, gibt es auch Handlungsstränge, die sich über mehrere Folgen/Staffeln hin ziehen. Hier nur mal ein einziger Auszug was hier so passieren kann:

Matt der Sohn von Sean, welcher eigentlich der Sohn von Christian ist, hatte über Wochen eine sexuell erfüllende Beziehung zu einer Frau, welche vorher aber mal ein Mann war, das führte wiederrum dazu das er sich später in einer Transvestiten-Bar abschleppen ließ, diese Person dann zusammenschlug, dann später in einer anderen Folge dafür von einer Horde ehemaliger Männer zusammengeschlagen wird, sich mit seinem vorherigen Opfer aber dann gegen einen Nazi zur Wehr setzt, der hinter den Transen her ist. Nach so einer Geschichte wäre jeder fertig, so auch Matt. Tabletten schluckend und enttäuscht von seinem Therapeuten landet er nun in einer der aktuellen Folgen im Bett mit Christians Ex-Freundin welche wegen Christian mittlerweile bei Scientology gelandet ist und in Matt ein leichtes Opfer sieht.

Was jetzt hier ganz furchtbar klingt und etwas streng nach Sitcom riecht, ist ernst, glaubhaft und ausführlich über 4 Staffeln verteilt beschrieben und wirkt somit nicht wie ein schlechter Taschenroman.

Dies ist aber wie gesagt nur ein einziger Handlungsstrang, es gibt dutzende andere.

Tja, die “Einleitung ist doch etwas länger geworden als ich dachte, dafür kann ich mich beim nächsten Mal aber besser auf die aktuelle Folge konzentrieren. Dann schreib ich auch was über die Folge an sich, versprochen!

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22.10.2006

Robot Chicken – 1. Staffel

Posted in Sneak Review at 12:02 by Fuzz

Nachdem mein Gehirn wieder eine feste Form angenommen hat, kann ich euch berichten, dass sich die erste Staffel gelohnt hat. Ich bin zwar nicht sicher, ob ich alle Folgen gesehen habe (oder die Reihenfolge eingehalten habe), aber das spielt bei RC auch keine Rolle. Die Folgen haben zwar Namen, aber diese sind hier wirklich nur Schall und Rauch.

In der Folge “Toy Meets Girl” wird – neben vielen anderen Dingen – gezeigt, wie ein Trailer für “Das Tagebuch der Anne Frank” aussehen würde, wenn man ihn wie einen “normalen” Film behandeln würde. Zu Beginn sitzt sie an ihrem Tisch und schreibt Tagebuch (mit kleinen Herzen als I-Punkt) und sie freut sich, dass alles was sie gern hat, sich hier (in ihrem Versteck) befindet. Dann wird die Musik dramatischer und draußen marschieren die Nazis auf. Der einsetzende Soundtrack ist super an die optischen Geschmacklosigkeiten angepaßt und man kann endlich ungeniert loslachen.

Der “rote Faden” durch diese Folge besteht daran, dass gezeigt wird, was aus alten Actionfiguren geworden ist: Was machen überhaupt die ganzen He-Man Helden und Anti-Helden? Skeletor kommt zum Beispiel im wirklichen Leben nicht mehr klar und will seinem Leben ein Ende bereiten:

skeletor.jpg

Zum Brüllen komisch! (Auch die Thundercats mußten sich einen richtigen Beruf suchen, nachdem ihr Gegner an Hodenkrebs gestorben ist!) Auch für die Transformerroboter ist die Zeit nicht spurlos vorbeigezogen.

Diese Folge soll einfach mal stellvertretend für die vielen anderen Folgen der 1. Staffel (insgesamt 20 Stück) stehen und zeigen, wie gut, einfallsreich und tabulos diese Serie ist. Ich mag sie sehr und deshalb Epstacy für diese Staffel.

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16.10.2006

Robot Chicken

Posted in Sneak Review at 22:42 by Fuzz

Das Intro beginnt so: Ein verrückter Professor kratzt ein fast(?) totes Huhn von der Straße, erweckt es wieder zum Leben, baut einen roten Laser in sein Auge ein und setzt es vor eine Fernsehwand um… ja für welchen Zweck eigentlich?

Ganz genau kann ich das nicht sagen, aber so fängt Robot Chicken an. Mit der Serie hat das fast nichts so zu tun, wenn man von der Fernsehwand am Ende mal absieht. Wahrscheinlich werden diese ganzen Serien ganz fies im Kopf des Huhns durcheinander gewirbelt und das Produkt davon bekommt der Zuschauer vorgesetzt.

Der Zuschauer bekommt häppenweise Episoden vorgeführt, die in bester post-pop-apokalyptischer Manier (einschliesslich Untergang des Abendlandes) ganz heftigst durcheinander geworfen worden sind. Die Szenen selber werden alle in Stop-Motion-Technik mit Hilfe von Aktionfiguren dargestellt. Schrieb ich Aktionfiguren? Das meinte ich auch:

robot-chicken.jpg

Es ist eigentlich so absurd, dass man es kaum beschrieben kann. Mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit wird man durch die amerikanische Fernseh- und Serien(un)kultur getrieben, dass einem wirklich schwindelig wird.

In der ersten Folge werden verschiedene Superhelden in eine WG gesteckt (MTV-The Real World), “Kill Bill” wird als “Jesus Will” veralbert und anschliessend dürfen musikalische begabte Untote bei “Zombie Idol” um die Wette singen. Natürlich spielt dabei am Ende eine double-barreled shotgun ein Rolle.

Dazwischen gibt es eine Menge kleinerer durchgeknallter Gags, die einen nicht zur Ruhe kommen lassen.

Produziert wird das ganze von Seth Green und Matthew Senreich. Zu ersterem weigere ich mich einfach noch weitere Kommentare zu seiner Person abzugeben und letzterer hat mit Robot Chicken sein Debüt auf dem Serienmarkt. Ich hoffe, da kommt noch mehr.

Nach 2,5 Folge muss ich einfach mal kurz eine Pause einlegen. Die Gags sind fast so schlimm wie bei “Family Guy” oder “American Dad. Nichts ist hier sicher. Und das ist hier positiv gemeint. Bitte reinschauen und ablachen.

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