17.12.2006

Jericho – 1×11 – Vox Populi

Posted in Sneak Review at 10:49 by Fuzz

Bevor ich mich wieder den Brüsten von Eve Laurence widme, möchte ich noch kurz von der letzten Folge (für dieses Jahr) von Jericho berichten.

Die letzte Folge war meiner Meinung gar nicht mehr so gut, aber dieses Mal ging es wieder sehr gut zur Sache.

Die gefühlte Sicherheit der Bürger von Jericho veränderte sich durch den Mord an der Ladenbesitzerin und so findet sich auch schnell eine Truppe, die Jagd auf den Täter macht.

jericho-1x11-mistgabeln.jpg

Dieser versteckt sich währenddessen bei seiner Tochter Emily, ist aber schwer verletzt und wurde reingelegt. Es soll natürlich nur so aussehen, als wäre er es gewesen.

Das ist alles nicht neu: Bösewicht wird durch anderen Bösewicht reingelegt und flieht natürlich, weil er Angst vor Justiz hat, die ihn schuldig sprechen könnte… Was war nochmal das Attribut dafür? Ach ja… GÄHN!

Nach der Wahl muß der alte Bürgermeister abdanken. Die Wachablösung sorgt mit einer flammenenden Rede für Begeisterung unter den Leuten.

Der Mord an der Ladenbesitzerin wird im Laufe der Folge zwar aufgeklärt, was aber nicht wirklich viel bringt, da der Mörder wieder umgebracht wird. Ein abgewandelter Fall von Bachmeier.

Insgesamt bringt die Folge ein paar interessente Dinge hervor: Demokratie ist zum Beispiel einfacher, wenn alles sicher ist und die Leute eben nicht in Panik sind. Auch der Fall Selbstjustiz wird behandelt und Jake zeigt mit einer hübschen Bloßstellung, dass das Beseitigen und der Umgang mit Schmutzlingen nicht so einfach ist.

Erzähltechnisch finde ich es interessant, dass einer der Hauptdarsteller seinen Posten als Bürgermeister räumen muß. Das liegt natürlich daran, das vorher ziemlich viel Erzählzeit mit seinem Wirkem dafür aufgebracht worden ist und man sich nun fragt, wie diese Lücke gefüllt werden soll. Der neue Bürgermeister ist doch sichtlich unsympathisch. Man darf also gespannt sein, wie das weitergeht. Weiterhin interessant ist das Ausscheiden von Gracie (die Ladenbesitzerin). Sie ist tatsächlich tot. Das ging aus dem Cliffhanger der letzten Folge nicht hervor.

Negativ interessant finde ich, dass Emily und Jack sich wieder näherkommen und ich frage mich, wo seine neue/alte Freundin aus Folge 9 ist. Außerdem taucht auch noch der verloren gegangene Freund von Emily auf, der anscheinend seinen Flug überlebt hat. Sind wir hier bei Lost oder wie?

Punktabzug gibt es weiterhin für Keine-Details-Zum-Krieg. Da erwarte ich mehr und ich hoffe, da wird mehr kommen. Starkiller erwähnte, dass sich keiner (abgesehen von Rod) für den Krieg oder dessen Hintergründe zu interessieren scheint. Keiner schaut mehr Fernsehen, es gibt keinen CB-Funker oder auch keinen, der versucht etwas über das Internet zu erreichen oder wie auch immer. Keine Versuche von Kontaktaufnahmen irgendwelcher Art. Das finden wir beide doch merkwürdig und nimmt der Serie etwas von ihrem Reiz. (Nur Rod sein Cursorloses Notebook kann noch $ICQ-Nachrichten verschicken und Google-Earth Karten anzeigen.)

Insgesamt doch wieder Empfehlenswert.

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