10.10.2007

Rettung für den Cheerleader

Posted in Weißes Rauschen at 23:45 by Fuzz

„Dass die Schmerzen miteinander abwechseln, macht das Leben erträglich.“

Nein, dieser Ausspruch stammt nicht von mir, sondern von Christian Friedrich Hebbel ([1], [2]) und trifft so ziemlich ins Schwarze.

Ich habe gerade Ausschnitte der ersten Folge von Heroes auf RTL II gesehen (natürlich beim Zappen(TM)) und mußte ein wenig verweilen.

Was bei einer Syncro fast immer verloren geht, sind die Dialekte und Akzente der Darsteller und bei Heroes im allgemeinen und Darsteller Hiro im Speziellem fällt das halt besonders auf. Er und Ando reden natürlich einwandfreies Hochdeutsch. *würg*

Und diese grauenhaft gelungene Übersetzung bringt eine ebenso misslungene Überleitung zum (gelungenen) SPON Artikel Rettung für den Cheerleader hervor. Dieser bescheinigt allen Heroes-Zuschauern, dass sie einen guten Geschmack haben. Das rettet mir den Abend und die Nacht. Danke.

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30.03.2007

PCD: The Search for the Next Doll – 1×01 – The Auditions

Posted in Sneak Review at 10:12 by Fuzz

Nachdem man im deutschen Fernsehen eine Menge Talentshows zu sehen bekommt, wo Talentlose sich selbst bloßstellen dürfen, wollte ich natürlich mal eines der Originale sehen. Von diesen (Fernseh-)Reality Shows geht irgendwie eine gewisse Faszination aus. Das Gefühl ist ähnlich, als wenn man beim Nachbarn im Müll wühlt. Das Abstossende ist da, aber vielleicht entdeckt man weiter unten ja noch etwas tolles.

Irgendwo zwischen Will-ich-das-wissen?, Abstossung und Voyeurismus fühlt Realityfernsehen zuhause und die Serie „Pussycat Dolls: The Search for the Next Doll“ macht da keine Ausnahme. Die Pussy Cat Dolls (PCD) möchten sich gerne vermehren. Aufgrund der monogeschlechtlichen Ausrichtung der Gruppe und dem damit fehlenden Samenspender ist eine Vermehrung durch Paarung nicht möglich.

Weiterhin hat die UNO der Produzentin bzw. Zusammenstellerin der PCD Robin Antin verboten, ihre Experimente weiter fortzuführen und ihre Clonlabore wurden beschlagnahmt, so dass man nun andere Wege suchen muß, wie aus den 6 eben 7 Puppen werden.

Während in Deutschland die Talente™ vor Antritt erstmal singen dürfen, läßt man diesen Teil einfach mal ganz weg. Die hier auftretenden 18 Talente sind quasi schon die Creme de la Creme. Das zukünftige 7. Mitglied muß folgende Bedingungen erfüllen“

  • Es muss sexy sein
  • „Good singer“
  • She must be the „hottest dancer“

Alles in allem erfülle ich all diese Bedigungen, aber um mich geht es ja hier nicht. Die erste Aufgabe mit Kamerabegleitung ist die Aufteilung der 18 in 3 Gruppen zu je 6. Diese sollen dann jeweils einen Song der PCD nachsingen und -tanzen. 9 kommen weiter.

pcd-1×01-all.png

Die Jury besteht aus Robin Antin, einem Mitglied der PCD (Nicole Scherzinger) und den üblichen anderen Sidekicks. Einer davon ist natürlich sichtlich schwul. Manche Dinge ändern sich einfach nicht.

Als dann auch noch ein paar Tage vor der Endpräsentation sich ein Virus ausbreitet, bekommt man endlich wieder kotzende Menschen im Fernsehen zu sehen. Das habe ich seit der Einstellung von Jackass durchaus nicht vermißt. Manche Geschichten schreibt wirklich das Leben.

Beeindruckend finde ich natürlich die Ästhetik des Präsentierten. Man hat das Gefühl, in einem endlosen Videoclip zu sitzen. Dazu trägt natürlich die permanent eingespielte Musik bei, die natürlich von den PCD kommt, ebenso wie der Schnitt und die Abspieltempowechsel (Zeitraffer <-> Normaltempo). Hier gibt es durchaus Punkte auf der Habenseite zu verbuchen.

Über den Inhalt von Realityfernsehen im Allgemeinen bzw. dieses Formats im Speziellem darf gerne in den Kommentaren gestritten werden. Der Vorteil hier: kein Bohlen.

Man darf gerne weiter endlos streiten, ob es sich hier um eine Softpornoproduktion, ein Ausverkauf von Frauenkörpern handelt oder es einfach nur um Abzocke dieser 20-25 jährigen geht, aber so ist das Showbusiness. Während attraktive junge Dinger sich mit wenig an auf der Tanzfläche räkeln und das als Fortschritt für sich und ihr Ego begreifen, lehne ich mich dezent in meinen Stuhl zurück und frage mich: „Darf ich das gutfinden?“

Dummes Fernsehen hat ja mindestens zwei Teile: der eine produziert es und der andere schaut es.

Interessant dazu ist natürlich auch noch der SPON Artikel Freakshow mit Püppchen.

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24.02.2007

US-Militärs fordern Folterverbot für Jack Bauer

Posted in Props, Plots and People at 16:31 by Fuzz

Laut diesem SPON-Artikel wird den Militärs bei 24 ein wenig zuviel gefoltert.

Köstliches Zitat aus dem Artikel am Rande:

Heimatschutzminister Michael Chertoff, auch er ein treuer Fan, lobt die wöchentliche Apokalypse gar als lehrreich, weil sie „das wahre Leben widerspiegelt“.

Sicher.

Auch losgelöst von diesem Statement finde ich den Artikel sehr putzig. Da beschwert sich also das Gutmenschenmilitär einer Gutmenschennation, dass zuviel gefoltert wird. Man sollte nicht vergessen, dass Fernsehserien manchmal nur eine übertriebene oder zuende gedachte Spiegelung der Gesellschaft darstellen.

Auf der anderen Seite: Gefoltert wird in der ganzen Welt und Abu-Ghuraib hat es eben nur pressewirksam ans Licht geschafft. Der Fall Jakob von Metzler zeigt, dass Folter nicht nur an schwer auszusprechenden Orten passiert, sondern auch in der BRD reale Formen annehmen kann.

Abgesehen von diesem politischen Statement, muss ich sagen, dass ich kurz davor war, „24“ vor die Türe zu setzen. Als Milo sein erstes Loch vom Bohrer bekommen hat, war mein spontaner Gedanke nur: „Ich muss nicht alles schauen“. Gewalt in Medien lehne ich im Normfall nicht ab, aber Unterhaltung sieht für mich persönlich anders aus.

Wie ist eure Meinung: Wird (im Fernsehen, speziell „24“) zuviel gefoltert?

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