11.07.2006

Props, Plots and People

Posted in Props, Plots and People at 21:05 by Starkiller

Bisher habe ich fast ausschließlich einzelne Folgen rezensiert, aber heute möchte ich eine neue Kategorie vorstellen die mir eben einfiel und von der ich denke das wir sowas brauchen :-)

Diese Kategorie soll dazu dienen einzelne Zutaten von Serien vorzustellen, dies können also einzelne Personen oder sogar ganze Rassen aus Serien sein. Damit hätten wir in etwa “People” umrissen. Hinter “Plots”, was im Seriengebrauch soviel wie Handlung oder Plan heißt kann man sich dann z.B. über einzelne Handlungsstränge auslassen die sich in einer Serie über mehrere Folgen zieht, oder auch, besonders interessant, über einzelne Storymuster die sogar in mehreren Serien auftauchen. (z.B. die Entführung durch Ausserirdische) Und zuletzt dann Probs, damit sind Requisiten gemeint die einer besonderen Erwähnung bedürfen.

Für den Anfang habe ich mir heute mal die Jem’Hadar ausgesucht. Dies ist eine Rasse die zum Star Trek Universum gehört und zuerst in DS9 erwähnt wurde.

Warum ich mir diese ausgesucht habe? Nun, schon richtig, es ist eigentlich auch nur eine Kriegerklasse, das haben die Klingonen auch ganz hin bekommen, aber ich persönlich finde die Jem’Hadar nun einfach interessanter.

Zum einen ist faszinierend das sie komplett gezüchtet sind, also eine Rasse die nicht natürlich entstanden ist, sondern von den Shapeshifters (Formwandlern) rein künstlich erzeugt wurden. Von Geburt an sind sie direkt anhängig von ‘Ketracel-White’ was das größte Druckmittel der Founders (Gründer), so nennen die Jem’Hadar die Shapeshifter, ist. Wem sein Vorrat an ‘White’ ausgeht wird schwach und stirbt. Davonlaufen ist also sinnlos. Genial einfach und einfach genial.

Sie werden also vom Dominion als Waffenarm eingesetzt um überall Schrecken zu verbreiten und den Gehorsam im Gamma-Quadranten durchzusetzen.

Interessant fand ich an dieser Rasse das sich die Schreiber hier sehr viele Details überlegt haben, dafür das sie eigentlich nur als einzige Funktion zum töten da sind. Seien es die mehr als nur stringenten Hierarchiestrukturen gegen die jede irdische Armee wie ein Kegelclub aussieht, oder die Idee noch die Vorta als eigene Rasse zu haben die zwischen Jem’Hadar und den Founders vermittelt.

Aber ich glaub am faszinierendsten fand ich die denkbar einfachste Lebensmaxime die man sich nur denken kann “Victory is Life“. Wer schwach ist, ungehorsam ist oder sonstwie nicht exakt nach Plan handelt, wird einfach eliminiert, da es mehr als genug Jem’Hadar gibt.

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07.07.2006

Zen und die Kunst eine Serie zu schreiben

Posted in Weißes Rauschen at 00:02 by Fuzz

Eine gute Serie ist wie ein gutes Gericht. Gute Gerichte erkannt man schon von weitem. Sie duften und riechen gut. Das Gericht wird serviert, man sieht es und weitere Sinne werden angesprochen. Man weiß garnicht wo man anfangen soll, so lecker sieht es aus. Und spätestens hier beginnt das Hinken des Vergleichs.

Das Wichtige sind natürlich die Hauptdarsteller… Das stimmt natürlich nicht, das Wichtigste ist natürlich das Setting. Also wo, wann und wie spielt die Serie? Es gibt Serien, die in unserer Realität spielen (Early Issue) und unreale Serien (Xena). Manche Serien haben sogar mehrere Realitäten, die man z.B. besuchen kann indem man entweder die Dimension wechselt (Slider) oder andere Planeten besucht (Futurama).

Neben dem Wechsel der ersten 3 Dimensionen kann auch noch direkt einen Wechsel der 4. Dimension vornehmen, wenn Capitän Kirk wieder mal bei Primaten unterkommen will oder eine Rasse tritt, die es geschafft hat, nur noch Geist zu sein. Wechselnde Settings sind gut, weil dann die Drehbuchschreiber fast völlig freie Hand haben. Sie sind dann nur noch gebunden durch das Budget der Serie. Außerdem kann man bei wechselnden Settings auf jeden Fall eine Nazifolge bringen (Slider, TOS).

Nachdem die Settings festgelegt sind, kann man mit den Hauptdarstellern beginnen. Man braucht sie. Sie können gezeichnet (Simpsons), real (Dead Like Me) oder auch gerendert sein (Tripping The Rift). Was man davon nimmt, ist eigentlich völlig egal. Die Frage ist nur welchen Teil der Wirtschaft man ankurbeln will: Asien, Hollywood oder Silicon Valley.

Für die Serie selber spielt das eigentlich keine Rolle. Ich persönlich hab’ eine Abneigung gegen Charaktere, die ständig gut aussehen (Charmed, Buffy, Dark Angel). Normale Menschen sind mir lieber: Simpsons, Dead Like Me, McGuyver, A-Team. Allzu normal dürfen sie allerdings nicht sein (Knight Rider). Über die Anzahl der Hauptcharakter kann man streiten. Manche reden auch etwas abwertend über einen Hauptcharakter und seines Sidekicks. Die Wikipedia meint:

A sidekick is a stock character, a close companion who assists a partner in a superior position. Sancho Panza in Don Quixote, Dr. Watson in Sherlock Holmes, and Robin, Batman’s companion, are some well-known sidekicks.

Aber nichts ist langweiliger als Definitionen zu bringen und sich darüber auszulassen. Deshalb werde ich dazu nichts schreiben.

Man kann einen Hauptdarsteller haben (Kung Fu), 2 (X-Files), 3 (The Lone Gunmen), 4 A-Team, 5 (Power Rangers) oder auch 6 (Misfits of Science). Manchmal ist die Grenze auch sehr fliessend, weil es soviele Charaktere gibt (Simpsons) oder Hauptcharaktere werden ausgetauscht (Dr. Who). Es gibt Superhelden (Louis & Clerk), Maulhelden (Sledge Hammer), Anti-Helden (Homer), Handwerker-Helden (MacGuyver) und Nicht-Helden (My Name Is Earl).

Fähigkeiten sind total wichtig. Was kann unser Held oder unsere Helden? Da stehen vielerlei Dinge auf dem Plan: Rülpsen (Homer), Basteln (MacGuyver), Obsession zu einer 45er (Sledge Hammer) oder auch Menschen ins Jenseits befördern (Dead Like Me).

Gimmicks sind auch ganz wichtig. Diese tauchen in fast jeder Folge auf und helfen dem Charakter bei der Bewältigung seiner Aufgabe. Da wären Telefonzelle oder Kugelschreiber (Dr. Who), Trikorder (StarTrek), Auto (Knight Rider) oder manchmal ist es auch nur ein Hologram (Quantum Leap).

Manche Charakter haben ein Berufsleben mit Sozialversicherung (Michael Knight and the Foundation for Law and Government), machmal sind es Selbstständige (Frasier), Strafgefangene (A-Team) oder einfach nur Schüler (Parker Lewis can’t lose) oder auch Studenten (Melrose Place). Manche sind auch mehr oder weniger arbeitslos (Red Dwarf).

Im nächsten Teil erkläre ich dann, was die wirklich wichtigen Zutaten einer Serie sind!

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